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Zwei Mitglieder des GEOMAR-ROV-Teams steuern von einem Kontrollcontainer auf einem Forschungsschiff aus den Tiefseeroboter KIEL 6000. Bisher sitzen Piloten von Unterwasserrobotern wie hier meist vor zweidimensionalen Bildschirmen. Am GEOMAR wird ein neues System entwickelt, dass sie virtuell in einer 3D-Umgebung mit ihren Geräten abtauchen lässt. Foto: Sven Sindt, GEOMAR.

Aus dem Labor auf den Markt

Helmholtz fördert zwei Innovationsprojekte am GEOMAR

Die Erkenntnisse der Forschung in marktfähige Anwendungen zu bringen, ist ein wichtiger Schritt zur Lösung gesellschaftlicher Probleme. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert deshalb mit dem Helmholtz-Validierungsfonds (HFV) Projekte, die in dieser Hinsicht besonders vielversprechend sind. In den beiden diesjährigen Ausschreibungsrunden wurden zusammen sieben Projekte ausgewählt. Diese Vorhaben werden bis 2019 mit insgesamt 9,1 Millionen Euro unterstützt. Forschende des GEOMAR konnten gleich mit zwei Projekten überzeugen. Es handelt sich dabei um neue Unterwassersensoren und Technologien zur Verbesserung des Einsatzes von Tiefseerobotern.

Neuer Sensor für Unterwassereinsatz im Meer und Binnengewässern

Aufbauend auf einer neuen Infrarottechnologie soll ein tauchfähiger Sensor für den Unterwassereinsatz entwickelt werden, der ein breites Spektrum von gelösten Verbindungen gleichzeitig nachweisen und quantifizieren kann. Erste Labortests konnten zeigen, dass Einzelgasmessungen im niedrigen Konzentrationsbereich bereits möglich sind. Zusammen mit einem Konsortium, bestehend aus verschiedenen Forschungsinstituten und Industriepartnern, soll nun ein marktreifes Produkt entwickelt werden. Mögliche Einsatzbereiche wären die Neuerkundung von Gas- und Ölfeldern sowie die Überwachung der Dichtigkeit von Pipelines. Ein weiterer Einsatzbereich in der Umwelt- und Klimaforschung könnte das Monitoring von Ozeanen und Binnengewässern sein. Projektverantwortlich sind Prof. Dr. Hermann Bange und Dr. Roberto Benavides aus dem Forschungsbereich "Marine Biogeochemie".  Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)