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Einholen des Multicorers zur Entnahme von Meeresboden-Sediment, aus dem Proben für die Untersuchung kleinster Bodenlebewesen genommen werden. Quelle: BGR

BGR-Experten untersuchten Tiefseeumwelt vor erstem Gerätetest eines Manganknollen-Kollektors

Ein Team von elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist jetzt von einer achtwöchigen Expedition mit dem Forschungsschiff SONNE aus dem deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet im Zentralpazifik nach Hannover zurückgekehrt. Vor einem für 2019 geplanten ersten Gerätetest weit im Vorfeld einer möglichen zukünftigen Gewinnung wurden umfangreiche Untersuchungen zur Tiefseeumwelt und zu den Manganknollenvorkommen durchgeführt.
Die BGR erkundet das 75.000 Quadratkilometer große Lizenzgebiet seit 12 Jahren. Grundlage dafür ist ein im Jahr 2006 zwischen der Internationalen Meeresbodenbehörde und der BGR geschlossener Vertrag, der es Deutschland gestattet, in diesem Gebiet 15 Jahre lang den Bestand an Manganknollen in vier Kilometern Wassertiefe zu erkunden und gleichzeitig umfangreiche Umweltuntersuchungen durchzuführen.

Bei ihrer aktuellen Expedition haben die BGR-Experten gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Marine Biodiversitätsforschung (Wilhelmshaven), der Jacobs University Bremen und der Heriot-Watt University (Schottland) einen Teilbereich des deutschen Lizenzgebietes untersucht, in dem im kommenden Jahr ein Manganknollen-Kollektor getestet werden soll. Die belgische Firma DEME-GSR entwickelt zurzeit einen Prototyp im Maßstab 1:4. Ziel dieses Tests ist es, die Machbarkeit der Knollenaufnahme unter den Bedingungen der Tiefsee mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und extrem hohem Druck zu prüfen. Außerdem sollen die Auswirkungen eines möglichen zukünftigen Manganknollenabbaus auf die Meeresumwelt und die Biodiversität unter realitätsnahen Bedingungen eingeschätzt werden. Diese Erkenntnisse sind auch wichtig für die Entwicklung von Regularien zum Tiefseebergbau, die zurzeit bei der Internationalen Meeresbodenbehörde erarbeitet werden. „Damit leistet Deutschland, das sich für hohe Umwelt- und Sozialstandards in dem neuen internationalen Regelwerk einsetzt, einen wichtigen Beitrag für eine künftige verantwortungsvolle Rohstoffgewinnung in der Tiefsee“, erklärt BGR-Expeditionsleiter Dr. Carsten Rühlemann. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)