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Die BGR informierte die Anwohner über das geplante Geothermie-Forschungsprojekt. Quelle: BGR

BGR informiert Bürger über Geothermie-Forschungsprojekt

Die BGR hat jetzt die Bevölkerung der beiden sächsischen Kommunen Bergstadt Schneeberg und Bad Schlema (beide Erzgebirgskreis) über ihr geplantes Geothermie-Forschungsprojekt „Geothermie im Granit Sachsens“ (GIGS) informiert. Zu den beiden Bürgerveranstaltungen kamen mehr als 300 Anwohner. Ziel des Vorhabens ist die Erkundung der Störungszone „Roter Kamm“ im Bereich von Schneeberg und Bad Schlema für eine spätere Eignung zur geothermischen Energiegewinnung. Das Forschungsprojekt der BGR und ihrer wissenschaftlichen Partner beinhaltet zunächst ein Vorprojekt zur Erstellung der behördlichen Genehmigungen. Derzeit erarbeitet die BGR gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen die wissenschaftlichen und bergrechtlichen Voraussetzungen für die geplante Forschungsbohrung. Bei einem erfolgreichen Abschluss des Vorprojekts und der notwendigen Bewilligung durch das Sächsische Oberbergamt wird die BGR beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Finanzierung für ein sich anschließendes dreijähriges Hauptprojekt beantragen, in dem die vier Kilometer tiefe Forschungsbohrung durchgeführt werden soll. Die Bohrarbeiten beginnen – je nach Eingang der Fördermittelbewilligung und der Betriebsplanzulassungen – frühestens im Jahr 2021. Der finanzielle Gesamtrahmen des Forschungsvorhabens wird sich voraussichtlich auf über 20 Millionen Euro belaufen. Einen Teil des Betrages übernimmt der Freistaat Sachsen, der als Grundstückseigentümer den Bohrplatz bereitstellt und die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen schafft. Bei entsprechenden geowissenschaftlichen Ergebnissen könnte diese Bohrung zu einem späteren Zeitpunkt durch einen Betreiber auch zur kommerziellen Gewinnung von Erdwärme genutzt werden. Mehr erfahren...
 

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)