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Sandwich Bluff auf Vega Island vor der Antarktischen Halbinsel. Bild: Antarctic Peninsula Palaeontology Project/Eric Roberts

Blühendes Leben, bis das Eis kam

Die gewaltige Eiskappe des Südpols ist ein vergleichsweise junges Merkmal unseres Planeten. Wo heute 70 Prozent der irdischen Süßwasservorräte in Form von kilometerdicken Gletschern sitzen, gab es noch vor 35 Millionen Jahren Wälder, Sümpfe und ein ausgedehntes Binnenmeer, die ein vielfältiges Tierleben ermöglichten. Pflanzen wie Tiere mussten zwar stets mit einer fast halbjährigen Dunkelheit zurechtkommen, doch das hinderte weder riesige Dinosaurier noch flinke Säugetiere daran, sich den Kontinent über dem Südpol zu erschließen.

Erst vor rund 50 Millionen Jahren geriet das Leben am Südpol unter Druck. Nach jüngsten Daten von der indisch-pazifischen Küste der Antarktis breiteten sich schon damals die ersten Gletscher in der Ostantarktis aus. Es folgte eine längere Periode von immer ausgedehnteren Vergletscherungen, in der sich die Eismassen aber auch wieder aus großen Gebieten des Kontinents zurückzogen. Vor rund 30 Millionen Jahren war das Eishaus am Südpol vollendet, wenn auch noch nicht umfassend und andauernd mit Gletschern bedeckt. Sie bedecken die Antarktis erst seit sechs Millionen Jahren stabil mit Eis. Damit hat sie sich stärker verändert als jeder andere Kontinent der Erde. Nur an ihren Rändern können Paläontologen heutzutage Hinweise auf die früheren Bewohner des Südpolkontinents finden. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)