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James Collins bei der Entnahme von Proben aus einem Sedimentkern aus dem Golf von Guinea (Foto: MARUM − Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen)

Das Ende der Grünen Sahara

Abkühlung im hohen Norden führte zu Wüstenbildung in Nordafrika

Fallende Temperaturen in hohen nördlichen Breiten führten dazu, dass vor 5500 Jahren die Niederschläge in Nordafrika deutlich zurückgingen. Das zeigen Analysen von Blattwachsen im Sediment des Golfs von Guinea.

Auf den ersten Blick sorgen die Felszeichnungen für Verwirrung: In einer Höhle der ägyptischen Sahara, einem der trockensten Orte der Erde, zeigen sie schwimmende Menschen. Die steinzeitlichen Kunstwerke sind Schätzungen zufolge bis zu 10.000 Jahre alt. Sie entstanden während einer niederschlagsreichen Zeit, der sogenannten Grünen Sahara, die vor 11.500 bis 5500 Jahren herrschte. Klimaforscher rätseln bis heute, welche Ursachen die folgende Wüstenbildung hatte und warum die Austrocknung so rasch erfolgte. Nun hat ein Forschungsteam von verschiedenen europäischen Einrichtungen herausgefunden, dass offenbar eine Abkühlung des Klimas in hohen nördlichen Breiten dazu führte, dass die niederschlagsreiche Phase in der heutigen Sahara so schnell zu Ende ging. Sie berichten davon im Fachmagazin „Nature Communications“. 

Der Studie zufolge führte ein Temperatursturz in der Arktis und den mittleren Breiten der Nordhemisphäre dazu, dass starke Höhenwinde über Afrika – der tropische Oststrahlstrom – geschwächt wurden. Infolgedessen gingen die Niederschläge über Afrika zurück. „Im Zusammenspiel mit weiteren komplexen Rückkopplungen im Klimasystem kippte die feuchte Phase hin zu einer trockenen Periode, die zur Wüstenbildung führte“, erläutert der Hauptautor der Studie, James Collins vom Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und dem Alfred-Wegener-Institut – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven.  Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)