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Quelle: GFZ

Das Schwingen der Erdachse

Unser Planet dreht sich innerhalb eines Tages einmal um sich selbst. Da der Erdkörper keine gleichmäßig feste Kugel ist, erfolgt diese Drehung nicht ganz gleichförmig. Großräumige Windsysteme und ozeanische Strömungen, aber auch die Umverteilung von Wasser auf den Kontinenten verursacht durch den Wasserkreislauf, lenken die Bewegung ab. Die Folge: Die Ausrichtung der Erdrotationsachse relativ zum Sternenhimmel schwankt geringfügig aber messbar. Die GFZ-Wissenschaftler Henryk Dobslaw und Robert Dill, GFZ-Sektion Erdsystem-Modellierung, beschreiben in der Fachzeitschrift Advances in Space Research, wie sie kurzfristige Vorhersagen von Veränderungen in der Drehbewegung anhand von Modellrechnungen verbessern können.

Genaue Informationen über die Orientierung der Erde im All sind eine notwendige Grundlage für verschiedene Anwendungen in Wissenschaft und Alltag. Dazu gehören die Kommunikation mit unbemannten Raumfahrzeugen, die Ortung und Verfolgung von Objekten im Weltall oder die Bestimmung der Position eines Objekts auf der Erde mit Hilfe von Satellitennavigationssystemen. Für viele dieser Anwendungen reicht es dabei nicht aus, nur den Ist-Zustand zu bestimmen. Einen Blick in die Zukunft bietet der Internationale Erdrotations- und Referenzsystemservice (IERS), der jeden Tag Vorhersagen zur Erdorientierung für die nächsten 90 Tage veröffentlicht. Mehr erfahren…
 

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)