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Meereisdickenmessung auf einer Eisscholle (Foto: © Stefan Hendricks)

Deutschland und Großbritannien engagieren sich erstmalig gemeinsam für die Arktisforschung

Zwölf deutsch-britische Forschungsprojekte zum Wandel in der Arktis nehmen ihre Arbeit auf

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek betont besonders die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit für die Arktisforschung: „Was in der Arktis geschieht, beeinflusst stark das weltweite Klima und damit auch uns in Europa. Angesichts der schnellen und tiefgreifenden Veränderungen des Klimas in der Arktis ist Forschung notwendig – denn dieser Wandel betrifft uns alle. Deshalb starten wir gemeinsam mit  Großbritannien diese wichtige Zusammenarbeit in der Arktisforschung und werden im Oktober dieses Jahres das ‘2nd Arctic Science Ministerial‘ in Berlin ausrichten. Gemeinsam mit Wissenschaftsministern aus aller Welt und mit Vertreterinnen und Vertretern der indigenen Völker der Arktis werden wir die großen gesellschaftlichen Herausforderungen in der Arktis diskutieren.“

Im Herbst 2019 wird zudem unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) das deutsche Forschungsschiff Polarstern zur MOSAiC Expedition aufbrechen, um sich für ein ganzes Jahr im nördlichen Eis einfrieren zu lassen und mit der Drift die zentrale Arktis zu durchqueren. An dieser einmaligen Expedition werden auch Wissenschaftler der deutsch-britischen Initiative teilnehmen. Insgesamt übernimmt das AWI bei sieben Projekten die Leitung und ist an einem weiteren Projekt beteiligt.

Professor David Thomas von der Universität Bangor ist Vorsitzender des Programmbeirats und erklärt die wichtige Rolle der internationalen Arktisforschung: „Internationale Zusammenarbeit ist von zentraler Bedeutung, wenn wir verstehen wollen, wie sich der Klimawandel auf den Arktischen Ozean auswirkt. Diese gemeinsame Initiative Großbritanniens und Deutschlands in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Partnern wie Norwegen, Kanada und Südkorea bündelt Ressourcen, indem beispielsweise die Polarforschungsschiffe beider Länder eingesetzt und das Wissen und die Expertise von Wissenschaftlern aus beiden Ländern zusammengeführt werden. Angesichts der noch nie gekannten Erwärmung der Arktis wird diese grundlegende Forschungsarbeit aufzeigen, wie sich der Klimawandel auf das marine Leben in der Region auswirkt, und uns dabei helfen zu verstehen, welche Auswirkungen dies auch für uns hier haben könnte.“

Durch das Abschmelzen von Gletschern und Meereis sind die Polarregionen besonders schwerwiegend vom Klimawandel betroffen. Zudem schreitet die Erwärmung in der Arktis doppelt so schnell voran wie in anderen Regionen der Erde. Der Einfluss auf das sensible Ökosystem ist damit nur schwer vorhersagbar. Sicher ist aber: Der fortschreitende Verlust dieses Lebensraums bedroht sowohl die dort lebenden Tiere als auch Pflanzen und Mikroorganismen. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)