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Mit einem Bohrturm wie diesem wird die Erdwärme gewonnen. (Bild: Richard Bartz/CC BY-SA 2.5)

Die Energie der Erde nutzen

Geothermie ist eine erneuerbare Energiequelle, die – anders als Sonne und Wind – stets eine konstante Energiemenge zur Verfügung stellen kann. Wissenschaftler der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der TU Darmstadt erforschen im Projekt "Optimog", wie Erdwärmebohrungen optimiert werden können – damit die Geothermie künftig einen größeren Beitrag zur Energiewende leisten kann.

In vielen Haushalten laufen bereits die Heizungen. Rund 60 Prozent der in Deutschland benötigten Energie werden für die Wärmeerzeugung aufgewendet, wovon etwa 45 bis 50 Prozent auf die Raumheizung entfallen – so das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Wissenschaftler des Fachgebietes Geotechnik und Geothermie der Hochschule OWL arbeiten seit 15 Jahren daran, dass diese Wärme über Geothermie aus der Erde bezogen wird. "Derzeit werden rund 30 Prozent der Neubauten in Deutschland mit Geothermie-Anlagen ausgestattet. Das ist ein erster Erfolg, könnte aber noch deutlich mehr sein", sagt Fachgebietsleiter Professor Lutz Müller. Ein Hinderungsgrund: In den vergangenen Jahren seien die behördlichen Auflagen für die Genehmigung solcher Anlagen immer strenger geworden; Stichwort sei vor allem der Grundwasserschutz. Deshalb besteht weiterer Forschungsbedarf, dem sich das Team von der Hochschule OWL in Höxter gemeinsam mit Kollegen der TU Darmstadt in einem Verbundprojekt widmet. Der Titel des im Juli 2017 gestarteten Vorhabens: "Entwicklung von Verfahren zur Optimierung der Hinterfüll- und Sondenmaterialien für die oberflächennahe Geothermie ? Optimog". Mehr erfahren...

 

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)