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Das Auftriebsgebiet im Humboldtstrom vor der Küste Perus gehört zu den produktivsten weltweit. Mithilfe der Kieler Offshore-Mesokosmen-Versuchsanlage KOSMOS sollen im Projekt CUSCO neue Erkenntnisse über sein Funktionieren gewonnen werden. Foto: Ulf Riebesell/GEOMAR.

Die Produktionsstätten der Ozeane im Fokus der Forschung

Drei neue Projekte untersuchen Auftriebsgebiete vor Afrika und Südamerika

An den östlichen Rändern des Atlantiks und des Pazifiks sorgt ein kontinuierlicher Auftrieb von nährstoffreichem Tiefenwasser für extrem hohe biologische Produktivität. Wie sich diese Auftriebsgebiete entwickeln, wenn sich aufgrund des Klimawandels Windsysteme verschieben und der Ozean sich allmählich erwärmt, ist jedoch weitgehend unklar. Drei vom Bundesforschungsministerium mit insgesamt 8,7 Millionen Euro finanzierte Verbundprojekte werden in den kommenden drei Jahren diesen Fragen nachgehen. Die Gesamtkoordination liegt beim GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Sie nehmen zwar nur knapp zwei Prozent der Fläche der Ozeane ein, doch die großen Küstenauftriebsgebiete an den östlichen Rändern des Pazifiks und des Atlantiks gehören zu den biologisch produktivsten Meeresgebieten überhaupt. Sie weisen nicht nur eine große Artenvielfalt auf, sondern liefern auch 20 Prozent der weltweiten Fischereierträge. Daher besitzen diese Regionen auch eine enorme Bedeutung für die Gesellschaft und Wirtschaft der angrenzenden Länder sowie für die gesamte Welternährung. Doch können sie diese Funktion noch erfüllen, wenn sich die Ozeane weiter erwärmen, sie saurer werden, weiter Sauerstoff verlieren und sich möglicherweise Windsysteme über dem Meer ändern? 

Das Bundesforschungsministerium fördert ab Januar 2019 drei Verbundprojekte unter dem Themenschwerpunkt „Bedeutung von Klimaänderungen in küstennahen Auftriebsgebieten“, die sich intensiv mit den Küstenauftriebsgebieten im Nordost- und Südostatlantik sowie im Südostpazifik beschäftigen werden. Zwei dieser Projekte sowie die verbundübergreifenden Aktivitäten werden am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel koordiniert. „Es geht darum, die Empfindlichkeit dieser Gebiete gegenüber dem Klimawandel besser zu verstehen, um mögliche Folgen frühzeitig zu erkennen“, erklärt Prof. Dr. Ulf Riebesell, Gesamtkoordinator des Themenschwerpunkts. Die Projekte erhalten eine Gesamtförderung in Höhe von 8,7 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)