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Die Grafik zeigt Niederschlagsmengen (abzüglich Verdunstung) über dem Indischen Ozean in den Monaten Juni bis August. Die Punkte markieren die Herkunftsorte bisher genutzter Klimaarchive. Die beiden Punkte in der Andamanensee markieren die neuen, jetzt erstmals genutzten Sedimentkerne. Grafik: Daniel Gebregiorgis.

Eine Million Jahre Niederschlags-Geschichte des Monsuns rekonstruiert

Sedimentkerne aus dem Indischen Ozean geben neue Einblicke in die Mechanismen dieses Klimaphänomens

Der Indische oder auch Südasiatische Monsun bestimmt mit seinen Wind- und Niederschlagsmustern das Leben von mehreren Milliarden Menschen. Neuere Studien deuten darauf hin, dass seine Funktionsweise komplexer ist, als bisher angenommen. Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel veröffentlichten jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications eine Rekonstruktion der Niederschläge über dem östlichen Indischen Ozean während der vergangenen eine Million Jahre. Sie zeigt bisher kaum beachtete Verbindungen mit steuernden Prozessen auf der Südhalbkugel.

Monatelang schwere Regenfälle und dann ein halbes Jahr Trockenheit – der Indische oder Südasiatische Monsun mit seinen jahreszeitlich wechselnden Niederschlagsmengen und Windrichtungen hat das Leben der Menschen rund um den Indischen Ozean schon immer stark beeinflusst. Er ist von entscheidender Bedeutung für die Landwirtschaft und damit die Ernährung von mehreren Milliarden Menschen. Gleichzeitig können seine Auswirkungen wie Überschwemmungen und Erdrutsche in dicht besiedelten Gebieten katastrophal sein.

Doch wie funktioniert dieses so wichtige Klimasystem genau? Und wie verändert es sich, wenn sich die Atmosphäre weiter erwärmt? „Selbst die besten gekoppelten Ozean-Atmosphären-Modelle haben noch immer Probleme, die Niederschläge des Südasiatischen Monsuns zu simulieren“, sagt Dr. Daniel Gebregiorgis vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, der jetzt an der Georgia State University in Atlanta (Georgia, USA) forscht. Gemeinsam mit weiteren Kollegen aus Kiel und aus den USA untersuchte er neue Klimaarchive zur Geschichte des Südasiatischen Monsuns, die auf bisher kaum beachtete Zusammenhänge des Monsun-Motors mit Prozessen in der Südhemisphäre hinweisen. Die Studie erscheint heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)