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Quelle: Asch, 2005, BGR, Hannover.

Erforschung der tiefen Geothermie

Neues EU-Projekt mit Beteiligung von Universität und Universitätsmedizin Göttingen

(pug/umg) Die Universität Göttingen, Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und die Universitätsenergie Göttingen GmbH sind maßgeblich an einem neuen EU-Projekt zur Erforschung der tiefen Geothermie beteiligt. Insgesamt 16 europäische Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft beschäftigen sich darin mit der Erschließung bislang kaum untersuchter Gesteinsreservoire, dem Einsatz neuer Techniken und der Optimierung bestehender Geothermie-Anlagen. Ziel des Projekts ist ein Überblick über das wirtschaftliche Potenzial und die CO2-Einsparungen an verschiedenen Standorten in Europa. Das Projekt ist das einzige, das die Europäische Kommission unter den sieben eingereichten Anträgen bewilligte. Von der Fördersumme in Höhe von insgesamt rund zehn Millionen Euro fließen etwa eine Million Euro in den kommenden dreieinhalb Jahren nach Göttingen.

Koordinator des Projekts ist die Firma ÉS-Geothermie, die im französischen Elsass wirtschaftlich erfolgreich Tiefengeothermie-Kraftwerke betreibt und damit Strom erzeugt und Wärme gewinnt. Am Beispiel der elsässischen Anlagen wollen die Forscherinnen und Forscher beispielsweise Lösungen finden, wie sich die Ausfällung von Mineralien in den Rohren beim Abkühlen des Wassers verhindern lässt. Nur dadurch kann das nach der Stromgewinnung immer noch heiße Wasser weiter genutzt und mit kälterer Temperatur wieder in die tiefen Gesteinsschichten transportiert werden. Ein weiteres technologisches Ziel ist der Test neuartiger Turbinen zur Stromerzeugung an ehemaligen Ölbohrungen, die aufgrund des hohen Wassergehalts aufgegeben werden mussten. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)