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Illustration GRACE-FO über der Arktis (Foto: NASA/JPL-Caltech)

Gletscherschmelze unter Beobachtung

AWI beteiligt sich mit zwei Millionen Euro an den Kosten für eine neue Satellitenmission

Vor einigen Monaten verglühten die zwei Erdbeobachtungs-Satelliten der GRACE-Mission in der Atmosphäre. Zwar war dieses Ende planmäßig, doch riss es den Experten des Alfred-Wegener-Instituts eine Lücke in die Erforschung der Eisverluste in der Antarktis und in Grönland. Nun startet endlich die Nachfolge-Mission. Sie wird wesentlich dazu beitragen, den künftigen Meeresspiegelanstieg besser abschätzen zu können.

Eine der größten Gefahren des Klimawandels ist zweifellos der fortschreitende Meeresspiegelanstieg, der umso größer ausfallen wird, je stärker die mächtige Eisdecke auf Grönland und in der Antarktis schmilzt. Um die Massenverluste dieser großen Eisschilde besser einschätzen zu können, werten Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), permanent Erdbeobachtungsdaten von Satelliten aus. Eines der wichtigsten Raumfahrzeug-Duos waren für sie die GRACE-Satelliten, die seit dem Jahr 2002 im Orbit kreisten, 2017 aber im hohen Alter von 15 Jahren außer Dienst gestellt und Anfang dieses Jahres zum Verglühen kontrolliert in die Erdatmosphäre gelenkt wurden. Seitdem fehlte den AWI-Experten und der internationalen Forschergemeinde eine wichtige Informationsquelle zum Zustand der großen Eisschilde. 

Um nun die Lücke zu schließen, wird am 22. Mai 2018 um 12.47 Uhr Ortszeit PST; 21.47 Uhr deutsche Zeit vom Vandenberg Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien (USA) der Nachfolger GRACE Follow-On (GRACE-FO) in den Orbit geschossen. „Wir sind sehr froh darüber“, sagt der AWI-Geophysiker Ingo Sasgen.„Die erste GRACE-Mission hat uns 15 Jahre lang eine einzigartige und hochinteressante Zeitreihe über die Massenverluste der Eisschilde geliefert. Seit Juni 2017 ist die Zeitreihe unterbrochen und wir haben zum Beispiel keine Daten zur letzten Schmelzsaison in Grönland. Es ist gut, dass die Messungen jetzt weitergehen. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)