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Skelett eines Säbelzahntigers aus den La Brea-Teersümpfen.

Gnadenbrot für Säbelzahnkatzen

Mit seinen gewaltigen, bis zu 30 Zentimeter langen Eckzähnen packte der Säbelzahntiger seine Beute und tötete sie wohl auch damit. Die erstaunlichen Katzen waren bis zum Ende der jüngsten Eiszeit auf allen Kontinenten der Nordhalbkugel verbreitet. Besonders berühmt sind die Vertreter aus Südkalifornien, denn die Teersümpfe von La Brea in Los Angeles waren eine Todesfalle für eine große Zahl Raubkatzen. Ihre Fossilien sind eine Fundgrube für heutige Paläontologen. Auf der Jahrestagung der Geologischen Gesellschaft von Amerika in Indianapolis wurde die soziale Ader der riesigen Räuber vorgestellt.

Seinen deutschen Namen trägt der Säbelzahntiger offenbar eher zu unrecht. Wenn eine moderne Großkatze als Namenspate der am Ende der jüngsten Eiszeit ausgestorbenen Räuber in Frage kommt, dann der Löwe. "Die Säbelzahnkatzen waren wie die Löwen soziale Tiere, die meisten heutigen Katzen, darunter der Tiger, sind es aber nicht. In ihrem Verhalten sind daher moderne Löwen eine gute Analogie", betont Larisa DeSantis, Paläontologin an der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee. DeSantis hat sich auf die in der jüngsten Eiszeit ausgestorbenen Großtiere des amerikanischen Doppelkontinents spezialisiert und stellte ihre jüngsten Erkenntnisse zu den vor allem aus Südkalifornien bekannten Säbelzahntigern auf der Jahrestagung der Geologischen Gesellschaft Amerikas in Indianapolis vor. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)