Inhalt

(Quelle: GFZ)

GRACE-FO-Satelliten: Wechsel zu einer Backup-Einheit an Bord

Das GRACE-FO-Missionsteam (Grace Recovery and Climate Experiment Follow-On) plant, diesen Monat auf ein Backup-System im Mikrowellensystem einer der beiden Raumsonden umzustellen. Nach der Umstellung wird erwartet, dass GRACE-FO die Erfassung wissenschaftlicher Daten schnell wieder aufnimmt.

Einen Monat nach dem Start im Mai produzierte GRACE-FO seine erste vorläufige Schwerefeldkarte. Allerdings hat die Mission seit Mitte Juli aufgrund einer Anomalie bei einer Komponente des Mikrowelleninstruments auf einem der GRACE-FO-Raumfahrzeuge keine wissenschaftlichen Daten mehr geliefert.

Am 19. Juli schaltete die primäre Mikrowellen-Instrumentenverarbeitungseinheit (IPU) auf dem GRACE-FO-2-Satelliten als Reaktion auf interne Befehle von einer Überwachungseinheit ab. Sie hatte angezeigt, dass die IPU weniger Strom als erwartet erhielt. Die IPU bietet verschiedene Zeit-Referenzen für den Satelliten sowie integrierte digitale Signalverarbeitungsfunktionen für die Mikrowellen- und GPS-Signale. Jeder der beiden GRACE-FO-Satelliten ist mit einem IPU-Paar - einer primären und einer redundanten - ausgestattet, die bei Ausfall einer Einheit als Backup dienen. Auf GRACE-FO-2 wird nun die Backup-Einheit verwendet.

Nach mehreren erfolglosen Versuchen, die primäre IPU zu reaktivieren, richtete JPL am 6. August ein Anomalie-Reaktionsteam ein, um das Problem zu untersuchen. Das Team arbeitet mit den Ingenieuren, die das MWI entwickelt haben, und versucht, das ungewöhnliche Verhalten im Labor zu reproduzieren, um die Ursache des Problems zu verstehen. Mehr erfahren...

Kontextspalte

Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)