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Bei einem Klimaszenario von drei Grad Erwärmung würde der Wassergehalt im Boden bis zu einer Tiefe von zwei Metern um 35 Millimeter zurückgehen. Das bedeutet ein Wasserdefizit von 35.000 Kubikmeter Wasser auf einem Quadratkilometer. Symbolisch in die Landschaft projiziert, würde dieses Wasserdefizit einem Wasserspeicher von 3,5 m Höhe und 100 m Breite und Länge pro Quadratkilometer entsprechen. Foto: Peisker, fotolia; Bildmontage: Martin Schrön, UFZ

Klimawandel verschärft Dürren in Europa

UFZ-Forscher modellieren Auswirkungen des globalen Temperaturanstiegs

Die globale Klimaerwärmung wird das Problem der Dürren in Europa verschärfen - Dürren werden länger dauern, mehr Flächen und damit mehr Menschen betreffen. Erwärmt sich die Erde um drei Grad Celsius, werden Extremereignisse wie die Dürre im Jahr 2003 künftig in weiten Teilen Europas der Normalzustand sein. Das schreibt ein von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) koordiniertes internationales Autorenteam im Wissenschaftsmagazin Nature Climate Change. Die Forscher haben erstmals beschrieben, wie sich ein globaler Temperaturanstieg von ein bis drei Grad Celsius europaweit auf die Ausbreitung und die Dauer von Dürren auswirken kann.
Sollte die globale Erwärmung um drei Grad steigen, wird sich die Fläche der Dürregebiete in Europa im Vergleich zum Referenzzeitraum 1971 bis 2000 von 13 auf 26 Prozent verdoppeln. Das zeigen die Modellierungen des Autorenteams, an dem sich neben dem UFZ Wissenschaftler aus den USA, den Niederlanden und Großbritannien beteiligten. Gelingt es, wie im Pariser Klimaschutzabkommen festgehalten, die Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, werden Dürreregionen in Europa 19 Prozent der Fläche einnehmen. Mit Ausnahme von Skandinavien werden die größten Dürreereignisse zudem drei bis viermal länger dauern als bisher. Bis zu 400 Millionen Menschen könnten dann davon betroffen sein. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)