Inhalt

Methanfresser in tauendem Permafrost aufgespürt

Die globale Erwärmung lässt Dauerfrostböden in arktischen Breiten tauen. Dabei werden große Mengen Kohlenstoff freigesetzt, die zur Bildung des Treibhausgases Methan führen können. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass mikrobielle Aktivität im unter Wasser liegenden Permafrost eine große Menge dieses Methans daran hindert, in die Wassersäule oder die Atmosphäre zu gelangen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Helmholtz-Nachwuchsgruppe MicroCene unter Leitung von Susanne Liebner, GFZ-Sektion Geomkirobiologie, ist es nun erstmals gelungen, die Methan-abbauenden Mikroorganismen zu identifizieren.

Das Team untersuchte Mikrobengemeinschaften in gefrorenen und bereits aufgetauten Sedimentschichten im Küstenbereich der Laptev-See im Osten Sibiriens. Die Organismen sind an die extremen Bedingungen unter großer Kälte und unter Ausschluss von Sauerstoff angepasst. Sie veratmen nicht Sauerstoff, sondern Methan und bauen damit das Treibhausgas ab. Anhand genetischer und geochemischer Untersuchungen konnten die WissenschaftlerInnen Methan-verarbeitende Mikroben in einer unerwartet hohen Vielfalt aufspüren. Zum ersten Mal stieß das Team auf eine Gemeinschaft von Mikroben terrestrischer und mariner Herkunft. Gerade dieses gemeinsame Vorkommen scheint für den Methan-Abbau eine entscheidende Rolle zu spielen. Mehr erfahren...

Kontextspalte

Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)