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Bildmaterial: http://www.uni-mainz.de/bilder_presse/09_geowiss_isotopen_galapagos_koop_01.jpg Foto der Insel Daphne aus dem Flugzeug aufgenommen vor der Landung in Baltra, nördlich von Santa Cruz. Diese Insel besteht aus einem Vulkanasche-Krater, der 120 Meter über den Meeresspiegel ragt. Foto/©: Yamirka Rojas-Agramonte

Mineralfunde auf den Galapagosinseln geben Rätsel über Herkunft und Entstehung auf

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Universität Mainz und Nationalpark-Verwaltung der Galapagosinseln schließen Kooperationsabkommen für weitreichende Forschungsarbeiten über die geologische Entwicklung

Der Galapagos-Archipel gehört zu den berühmtesten Inselgruppen der Welt. Viele Tier- und Pflanzenarten hier sind einzigartig aufgrund der abgeschiedenen Lage im Pazifik, 1000 Kilometer von der Küste Ecuadors entfernt. Geowissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) werden dank eines besonderen Kooperationsabkommens in den nächsten Jahren die Möglichkeit haben, Forschungsarbeiten zur geologischen Entwicklung der Galapagosinseln durchzuführen. Die Zusammensetzung der Magmenquelle, aus denen diese ozeanischen Inseln gebildet wurden, gibt Rätsel auf, seitdem vor Kurzem Vorkommen eines besonderen Minerals entdeckt wurden.

Die Initiative für die Kooperation ging von Dr. Yamirka Rojas-Agramonte aus, Wissenschaftlerin in der Arbeitsgruppe Isotopengeologie im Institut für Geowissenschaften der JGU. Die Geologin hat seit 2014 auf verschiedenen Inseln des Archipels geochronologische Studien durchgeführt und ist dabei völlig überraschend am Sandstrand einer Insel auf Zirkone gestoßen. „Zirkone bilden sich normalerweise selten in basaltischen Gesteinen, wie sie in Galapagos vorherrschen“, erklärt Rojas-Agramonte dazu. Zirkon, ein Silikatmineral, wird häufig zur Datierung von alten Gesteinen genutzt. Der Kern eines Zirkons in der Größe von circa 1 bis 3 Millimetern besteht aus einem Kristallgitter, das während seines Wachstums Uran einbaut. Da Uran im Laufe der Zeit zu Blei zerfällt, kann man aus dem Isotopenverhältnis der beiden Elemente das Alter dieses Minerals und damit des Gesteins, in dem es vorkommt, bestimmen.

Die Untersuchung der Zirkonkerne erfolgt zunächst mikroskopisch in Mainz und dann bei entsprechender Voraussetzung mit einer hochauflösenden Ionen-Mikrosonde in China. „Bei der sogenannten SHRIMP-Datierung arbeiten wir seit vielen Jahren mit einem Labor in Peking, dem Beijing SHRIMP Center, zusammen“, erklärt Prof. Dr. Alfred Kröner von der JGU, kurz vor seiner erneuten Abreise mit Galapagos-Zirkonproben im Gepäck. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)