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Neue Wege in die Arktis für exzellente Wissenschaft

Die EU fördert ein Konsortium für Forschungseisbrecher in der Arktis, das es Wissenschaftlern leichter ermöglichen soll, auf einem Eisbrecher zu forschen.

Fünfzehn Partner aus dreizehn Ländern, darunter zwei nordamerikanische Partner aus den USA und Kanada, haben sich zusammengetan, um die Forschungskapazitäten im eisbedeckten Arktischen Ozean auszubauen. Mit dem Projekt „ARICE – Arctic Research Icebreaker Consortium“ (Konsortium für Forschungseisbrecher in der Arktis) wollen die Partner die bestehende polare Forschungsflotte besser koordinieren und Wissenschaftlern Zugang zu sechs Forschungseisbrechern bieten. Darüber hinaus wird das Konsortium eng mit Partnern aus der maritimen Wirtschaft zusammenarbeiten. Die Europäische Kommission fördert das Projekt, das vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) koordiniert wird, mit sechs Millionen Euro. Die Auftaktveranstaltung des Projekts findet vom 6. bis zum 7. Februar 2018 im Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven statt.

chwindendes Meereis und ein Anstieg der Wassertemperatur verändern den Arktischen Ozean nachhaltig. Dadurch entstehen Chancen und Risiken, die ein nie zuvor dagewesenes politisches und wirtschaftliches Interesse am hohen Norden wecken. Wie wichtig dabei wissenschaftlich fundierte Entscheidungen geworden sind, zeigt sich darin, dass Europa verstärkt in die Arktisforschung investiert. Diese Investitionen haben es europäischen Wissenschaftlern ermöglicht, wesentlich dazu beizutragen, die Auswirkungen des Klimawandels besser zu verstehen. Allerdings sind die vorhandenen Datensätze noch immer unzureichend, um effektiv und zuverlässig vorherzusagen, wie sich die Arktis und mit ihr auch unsere Breiten verändern werden.  

Ein Schwachpunkt der Arktisforschung ist die relativ kleine und alternde Flotte an Forschungseisbrechern. Diese sind wichtige Bestandteile der polaren Infrastruktur, denn nur mit ihnen können die eisbedeckten Regionen des Arktischen Ozeans erforscht werden – also jene Gebiete, die dringend erkundet werden müssen, bevor sie sich zu stark verändert haben. Der Mangel an verfügbaren Eisbrechern und die ungenügende Koordination der eisgängigen Forschungsflotte erschwert es Wissenschaftlern allerdings, diese Gebiete zu untersuchen. Der Bedarf, Wissenschaftlern einen verbesserten Zugang zu Eisbrechern zu gewähren, ist somit groß. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)