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Modellierte Überflutungszone des Hochwassers vom 3. November 2015 in Agramunt. Bild: CRAHI/Josias Ritter

Orientierungshilfe für Fluthelfer

Blitzfluten stellen in bergigen Regionen eine große Gefahr dar. Heftige Unwetter mit lokal eng begrenzten starken Niederschlägen können innerhalb kürzester Zeit zu starken Überschwemmungen führen. Die Vorwarnzeit ist gering, daher entwickeln Wissenschaftler vom katalanischen Zentrum für angewandte hydrometeorologische Forschung in Barcelona ein Prognosesystem für die autonome Region. Der Katastrophenschutz soll so mit einigen Stunden Vorlauf Informationen über die am stärksten gefährdeten Bereiche in betroffenen Kommunen erhalten. Das System wird bis zum Jahresende vollständig sein und danach für etliche Monate in den Testbetrieb gehen.

Keine 40 Minuten vergingen in der Nacht des 3. November 2015 zwischen der ersten Alarmmeldung und dem Hochwasser, mit der der Fluss Siò den Ortskern von Agramunt im Binnenland Kataloniens überschwemmte. Heftige Regenfälle in den Gebirgszügen im Osten hatten den Wasserstand des normalerweise seichten Siòs binnen kurzem auf ein paar Meter anschwellen lassen. Als der Fluss das Zentrum der 5500-Einwohner-Kommune erreichte, brauchte er keine fünf Minuten um beispielsweise ein Altersheim einzuschließen. Für eine Evakuierung war es zu spät: Das Erdgeschoss des Heimes wurde vollständig überflutet, von den neun Menschen, die ihre Zimmer dort hatten, konnten sich nur fünf retten. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)