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Foto: BMBF/ Hans-Joachim Rickel

Praxistest startet: Forschende recyceln Hüttengase

Am Thyssenkrupp-Stahlwerk Duisburg werden Hüttengase in einer Testanlage in Methanol umgewandelt. Das ist ein wichtiger Grundstoff für die chemische Industrie. Die langfristige Vision hinter dem Praxistest: Eine nahezu CO2-freie Stahlproduktion.

Innovation für den Klimaschutz: Im Verbundprojekt Carbon2Chem erforschen Partnern aus Industrie und Wissenschaft seit 2016, wie sich Treibhausgase aus der Stahlindustrie recyceln lassen. Mit dem sogenannten Technikum am thyssenkrupp-Stahlwerk in Duisburg erproben die Forschenden nun erstmalig, ob ihr Ansatz unter realen Bedingungen funktioniert. Gelingt der Praxistest, wäre das ein Meilenstein auf dem Weg zu einer nahezu CO2-freien Stahlproduktion. Die Abgase aus den Hochöfen könnten so in Zukunft selbst zum Rohstoff werden: Allein in Deutschland könnten durch die Technologie jährlich 20 Millionen Tonnen des CO2-Ausstoßes der Stahlbranche in Vorprodukte für Kraftstoffe, Kunststoffe oder Düngemittel umgewandelt werden. Damit hat Carbon2Chem das Potential, einen wesentlichen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung und zum globalen Klimaschutz zu leisten.

Carbon2Chem schützt die Umwelt und sichert Arbeitsplätze

Bei der Eröffnung des Technikums betonte Bundesforschungsministerin Karliczek, dass die Bundesregierung Klimaschutzziele nicht einfach verordnen könne. „Wir müssen sie auch technisch umsetzen können“, sagte sie. „Deshalb fördern wir zukunftsweisende Projekte wie Carbon2Chem. Sie zeigen: Investitionen in klimafreundliche Technologien lohnen sich! Klimaschutz und eine wettbewerbsfähige Stahlproduktion werden dank Forschung und Innovation erfolgreich verbunden. So schützen wir die Umwelt und sichern Arbeitsplätze vor Ort“, so Karliczek. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)