Inhalt

Start eines Wetterballons an der Neumayer-Station III (Foto: Stefan Christmann) (Ausschnitt)

Projektstart - Unbemannte Flugsysteme im Einsatz für Wetter und Klima

Innovative unbemannte Flugsysteme sollen wie Wetterballons Daten der Atmosphäre erfassen

Wetterballons liefern unverzichtbare Daten, sind aber nicht steuerbar und wenig nachhaltig. Im Projekt AEROMET_UAV entwickelt die Technische Universität Braunschweig gemeinsam mit dem Alfred-Wegener-Institut und weiteren Partnern eine Alternative dazu: ein unbemanntes Flugsystem, das robust, steuerbar und einfach zu bedienen ist. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen von mFUND gefördert.

Weltweit werden jeden Tag Wettersonden an Ballonen gestartet, die Informationen über Druck, Temperatur, Feuchte und Wind für die Wettervorhersage liefern. Diese Wetterballons können nicht gesteuert werden, sondern fliegen mit dem Wind. Ihre Überreste können nur in begrenztem Maße geborgen werden und verbleiben somit häufig in der Umwelt. Auch das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung setzt täglich diese Wetterballons ein.

Zusammen mit der Technischen Universität Braunschweig, dem Deutschen Wetterdienst und der Firma exabiotix GmbH wird jetzt in dem Projekt AEROMET_UAV ein unbemanntes Flugsystem entwickelt, das wie ein Wetterballon eingesetzt werden kann. Am Institut für Flugführung werden vor allem die Sensorik und die Datenerfassung für die Flüge in große Höhen entwickelt, sowie das Konzept für das Flugsystem und die Auswertung der Daten.

Das AWI trägt vor allem mit Tests und Vergleichsmessungen in der Antarktis zum Projekt bei. Das System soll insbesondere auch den schwierigen Wetterbedingungen in der Antarktis gewachsen sein und nach den Entwicklungsarbeiten voraussichtlich in der Saison 2020/21 an der vom AWI betriebenen Neumayer-Station III erprobt werden.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Seite der TU Braunschweig Quelle: AWI

Kontextspalte

Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)