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Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko

Am Dienstag, 19. September 2017, um 20:14 Uhr (MESZ) hat sich ein schweres Erdbeben in Mexiko ereignet. Das Epizentrum lag südwestlich von Mexiko-Stadt. Eine Auswertung der Daten des seismologischen Messnetzes GEOFON ergab eine Magnitude von 7,1, der Bebenherd lag in 56 Kilometern Tiefe. Ursache für das Erdbeben ist die Plattentektonik: Die Cocos-Platte taucht dort unter die Nordamerikanische Platte ab. Diese Bewegung erfolgt mit durchschnittlich 6 Zentimetern pro Jahr, allerdings nicht gleichmäßig. Immer wieder verhaken und verbiegen sich die beiden Platten. Dadurch wird die Spannung an der Front und in der abtauchenden Platte immer größer – bis das Gestein plötzlich reißt und die aufgestaute Spannung bei einem Erdbeben freigesetzt wird.

Das Besondere im Bereich des Erdbebens ist die Geometrie der subduzierten Platte, die sich über etwa 250 km etwa horizontal unter Zentral-Mexiko schiebt“, erläutert Torsten Dahm, Leiter der GFZ-Sektion Erdbeben- und Vulkanphysik. „In diesem Abschnitt treten immer wieder auch Erdbeben innerhalb der subduzierten Platte auf, die vermutlich durch Biegespannungen hervorgerufen werden.“ Das aktuelle Beben deute aufgrund seiner Lage und Tiefe sowie des Mechanismus - Fachleute sprechen von einer Abschiebung - auf eine solche Ursache hin. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)