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Stiftung Forum Bergbau und Wasser fördert Forschung zum Thema Grubenwasser

Anke Meis DSZ - Deutsches Stiftungszentrum Stifterverband

Drei neue, hochdotierte Ausschreibungen beschäftigen sich mit den Folgen des Anstiegs des Wasserpegels in stillgelegten Zechen.

Nach dem Ende des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet, im Raum Ibbenbüren und im Saarland stellt sich die Frage nach dem Umgang mit dem Thema Grubenwasser neu. Damit die Schächte nicht überfluten, musste bislang der Wasserspiegel künstlich abgesenkt werden. Das so abgepumpte Grubenwasser wird in Emscher, Lippe, Ruhr, Rhein und Saar eingeleitet. Diese Notwendigkeit entfällt – und dies bedeutet neue Herausforderungen für Wasserwirtschaft und Ökologie.

Das im Jahr 2017 von der RAG Aktiengesellschaft (ehemals Ruhrkohle) initial mit fünf Millionen ausgestattete "Forum Bergbau und Wasser" soll die Suche nach Lösungen für die Folgen des Grubenwasseranstiegs begleiten. Die Treuhandstiftung des Stifterverbandes ist im Kuratorium mit anerkannten Experten auf dem Gebiet der Hydrogeologie besetzt. Sie arbeitet unabhängig und vergibt externe Forschungsaufträge. Drei neue Ausschreibungen sollen verschiedene Problemstellungen wissenschaftlich beantworten:

Projekt: Nachhaltige Grubenwasseranstiegsniveaus
Nach der Einstellung des Steinkohlenbergbaus in Deutschland sollen die Pumpen unter Tage schrittweise abgestellt werden. Auf welches Niveau das Grubenwasser dann allmählich ansteigen wird, darüber diskutieren derzeit die RAG AG, Behörden und Interessensverbände. In dieser Ausschreibung soll diese Frage aus verschiedenen Perspektiven sozial- und naturwissenschaftlich untersucht werden. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)