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Um sie geht es: Manganknollen in der Clarion-Clipperton-Zone in mehr als 4000 Metern Wassertiefe. In wenigen Jahren könnten die ersten Staaten Abbaulizenzen für Manganknollen bei der Internationalen Meeresbodenbehörde ISA beantragen. Foto: ROV-Team/GEOMAR (CC BY 4.0) In einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung wurde internationalen Umweltverbänden, Vertretern von Tiefseebergbaufirmen sowie Ministerien und des Europäischen Parlaments das Projekt MiningImpact vorgestellt. Foto: Kristin Hamann/GEOMAR

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

Die 2. Phase des JPIOceans-Projekts „MiningImpact“ startete diese Woche in Brüssel

Noch gibt es keine Abbaulizenzen für Tiefsee-Erzvorkommen außerhalb staatlicher Wirtschaftszonen. Das könnte sich in wenigen Jahren ändern. Das am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel koordinierte internationale Projekt „MiningImpact“ untersucht seit 2014 am Beispiel von Manganknollen-Gebieten im Pazifik, welche ökologischen Folgen Tiefseebergbau hätte und wie man seine Auswirkungen begrenzen könnte. Diese Woche startete in Brüssel die zweite Phase des Projekts, an der insgesamt 32 Einrichtungen aus 10 Ländern beteiligt sind.

Die Bodenschätze in der Tiefsee außerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszonen (200-Seemeilen-Zonen) einzelner Staaten werden von der Internationale Meeresbodenbehörde (International Seabed Authority, ISA) verwaltet. Sie gehören auf Grundlage des internationalen Seerechts-Übereinkommens (UNCLOS) zum „Erbe der Menschheit“. Bis heute haben 20 Staaten, darunter auch mehrere Europäische Länder, nämlich Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen und Rußland, Lizenzen zur Erkundung von Erzvorkommen im Meeresboden erworben. In der Clarion-Clipperton-Zone (CCZ) im Nord-Ost-Pazifik zwischen Mexiko und Hawaii liegt die größte der Lagerstätten mit Manganknollen. Zu Beginn des nächsten Jahrzehnts laufen einige der Explorationsverträge in der CCZ ab. Dann könnte nach der Erkundung dieser Erzvorkommen deren Abbau beginnen.

Vor diesem Hintergrund untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa im Projekt „MiningImpact“ seit Ende 2014 die ökologischen Folgen eines zukünftigen Tiefseebergbaus. Die Ergebnisse fließen in die Verhandlungen für den „Mining Code“ der ISA ein, der das internationale Regelwerk für die Gewinnung mineralischer Rohstoffe am Meeresboden sein wird. In dieser Woche startet die zweite Phase des Projekts „MiningImpact“ mit einem Treffen der 32 Projektpartner aus 10 Ländern in Brüssel. In einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung wurde den internationalen Umweltverbänden, Vertretern von Tiefseebergbaufirmen sowie Ministerien und des Europäischen Parlaments das Projekt vorgestellt. Im Rahmen des Programms JPI Oceans „Gesunde und Produktive Meere und Ozeane“ fördern die beteiligten Länder die neue Phase mit insgesamt 11 Millionen Euro, davon stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung 8,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die beteiligten Forschungseinrichtungen bringen weitere 6 Millionen Euro in das Projekt ein. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)