Inhalt

Jochen Brocks (links) und Ilja Bobrowsky (rechts) in ihrem Labor an der ANU in Canberra.

Tierisches Leben vor der kambrischen Explosion

Die kambrische Artenexplosion kam wohl doch nicht so überraschend, wie die fossile Überlieferung nahelegt. Rund 30 Millionen Jahre bevor scheinbar aus dem Nichts zahlreiche Tierarten die Bühne des Lebens betraten, gab es schon die ersten vielzelligen Lebewesen. Sie hatten eine komplett fremdartige Gestalt und sind bekannt als Ediacara-Lebewesen. Seit ihrer Entdeckung vor 70 Jahren streiten die Paläontologen darüber, was diese flachen, amöbengleichen und bis zu zwei Meter großen Organismen eigentlich waren. In „Science“ berichten Forscher aus Australien jetzt von tierischen Biomarkern bei einem der bekanntesten Ediacara-Fossilien.

An der Australischen Nationaluniversität in Canberra haben der Biomarker-Spezialist Jochen Brocks und seine Mitarbeiter jetzt herausgefunden, dass das erste jemals entdeckte Ediacara-Wesen mit ziemlicher Sicherheit ein Tier war. „Es hat Cholesterin eingesetzt, wie Menschen und wie alle anderen Tiere auch“, berichtet Brocks. Cholesterin ist ein zentraler Bestandteil der tierischen Zellmembran und kommt weder bei Bakterien oder Archäen noch bei Pflanzen oder Pilzen vor. „Es ist also ein Erkennungsmerkmal für Tiere“, so Brooks. Mehr erfahren...

Kontextspalte

Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)