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Übersicht über die TsunAWI-Simulationen, welche derzeit im indonesischen Tsunami-Frühwarnsystem verfügbar sind. (Grafik: Alfred-Wegener-Institut)

Tsunami-Simulationen für Indonesien

Indonesien ist das Land mit der größten Tsunami-Gefährdung weltweit. Das AWI macht jetzt eine interaktive Tsunami-Karte öffentlich zugänglich – für Medien und Fachkräfte vor Ort sowie Indonesien-Reisende.

Welche Wirkung können Tsunamis in Indonesien entfalten? Welche Küstenabschnitte wären im Ernstfall vorrangig betroffen? Wieviel Zeit bleibt, um sich nach einer Tsunami-Warnung in Sicherheit zu bringen? Bisher waren diese Tsunami-Simulationen nur für die Experten der Frühwarn-Zentren und Forschungsinstitute zugänglich. Das Alfred-Wegener-Institut (AWI) macht nun mit dem Tsunami-WebGIS (Webbasiertes Tsunami-Geoinformationssystem) einen Teil der Berechnungen anhand einer anschaulichen und öffentlich zugänglichen Anwendung nachvollziehbar. Die Forscher des AWI stellen damit die Datenprodukte des Sundagrabens zur freien Verfügung – eine der gefährlichsten Subduktionszonen der Erde, in der auch die bekannte Ferieninsel Bali liegt.

Indonesien ist das Land mit der größten Tsunami-Gefährdung weltweit. In den vergangenen zweihundert Jahren sind rund zwei Drittel aller weltweiten Todesfälle, die auf einen Tsunami zurückzuführen sind, auf indonesischem Territorium zu beklagen.

Die in der neuen WebGIS-Anwendungen enthaltenen Daten entsprechen den theoretisch möglichen Szenarien für die unterschiedliche Intensität von Beben. Die interaktive Karte kann in Schulen eingesetzt werden, um zu zeigen, was im Falle eines schweren Seebebens vor der Küste Indonesiens passieren könnte. Interessierte Medien können im Falle eines Bebens auf die Karte zurückgreifen, um den möglichen Verlauf eines Tsunami zu visualisieren oder auch zu simulieren. Die Karte dient aber auch zur Sensibilisierung von Indonesien-Reisenden, um sich im Falle eines Tsunami richtig zu verhalten. (Quelle: AWI)

Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Wissensplattform "Erde und Umwelt"

 

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)