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Warum der Meeresboden in Bewegung gerät

Kieler Meeresforscher finden mögliche Ursache für Hangrutschungen vor Nordwestafrika

13.02.2018/Kiel. Wenn Meeresboden den Halt verliert und in Bewegung gerät, geschieht das oft in deutlich größeren Dimensionen als bei Erdrutschen an Land – und an viel flacheren Hängen. Gleichzeitig können die Bewegungen unter Wasser verheerende Tsunamis auslösen. Doch wann welcher Hang warum unter Wasser abrutscht, ist weitgehend unklar. Mögliche Ursachen zeigen nun Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anhand von Hangrutschungen vor der Küste Nordwestafrikas. Die Ergebnisse veröffentlichen sie in der internationalen Fachzeitschrift Geology. Vor 8150 Jahren überrollte eine 10-20 Meter hohe Flutwelle den Norden Europas. Besonders heftig traf es die Shetlandinseln und die Küste Norwegens. Ursache für den Tsunami war die Storegga-Hangrutschung, 300-2000 Meter unterhalb des Meeresspiegels. Submarine Hangrutschungen haben häufig einen deutlich größeren Umfang als Rutschungen an Land. Bei der Storegga-Rutschung löste sich ein Gebiet größer als Schottland und verteilte sich über hunderte Kilometer auf dem Meeresboden. Die Suche nach den Ursachen für solche Rutschungen gestaltet sich unter Wasser deutlich schwieriger als an Land. Forschende können die Sedimentschichten nicht direkt begutachten. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)