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Was löste Gashydrate am Ende der letzten Eiszeit auf?

GEOMAR-Forscher finden vor Norwegen Verbindungen zwischen Sedimentation und Methanaustritten am Meeresboden

Große Mengen des Treibhausgases Methan lagern als feste Gashydrate in den Kontinentalhängen der Ozeanränder. Sie sind nur bei niedrigen Temperaturen und hohem Druck stabil. Doch welche Faktoren können die Gashydratstabilität noch beeinflussen? Ein deutsch-norwegisches Forscherteam hat vor Norwegen Belege gefunden, dass die Menge des sich auf dem Meeresboden ablagernden Sediments eine entscheidende Rolle spielen kann. Die Studie erscheint heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications.

Methanhydrate, auch als brennendes Eis bezeichnet, kommen an den Rändern aller Ozeane vor. Nur unter hohem Druck und bei niedrigen Temperaturen ist die Verbindung aus Methan und Wasser im Meeresboden stabil. Wird der Druck zu gering oder die Temperatur zu hoch, lösen sich die Hydrate auf, das Methan wird als Gas freigesetzt und entweicht aus dem Boden in die Wassersäule. Deshalb gibt es Befürchtungen, dass die global steigenden Wassertemperaturen langfristig die Gashydrate im Meeresboden destabilisieren könnten. Gleichzeitig ist noch nicht abschließend geklärt, welche weiteren Faktoren die Stabilität von Gashydraten noch beeinflussen.

Ein Team von Forschern des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat jetzt zusammen mit Kollegen aus Bergen, Oslo und Tromsø (Norwegen) herausgefunden, dass am Ende der letzten Eiszeit vor der Küste Norwegens nicht die Wassertemperaturen, sondern die große Menge an Sedimenten, die durch das Abschmelzen der Gletscher freigesetzt wurden, den größten Einfluss auf die Auflösung von Gashydraten und die Freisetzung von Methan hatte. Die Ergebnisse veröffentlichen sie heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)