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Das Liftboot "Myrtle" während der Bohrungen im Chicxulub-Krater. Foto: Liftboot "Myrtle"

Zehn Minuten, die die Welt veränderten

Rätsel des Chicxulub-Kraters gelöst:

Seit Jahren untersuchen internationale Forschungsteams den Chicxulub-Einschlagskrater vor der Yucatán-Halbinsel (Mexiko), um die genaue Entstehung des gigantischen Kraters besser zu verstehen. Genau dieser Meteoriteneinschlag war für das riesige Artensterben auf der Erde verantwortlich, dem auch die Dinosaurier zum Opfer fielen. Einem internationalen Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Federführung von Prof. Dr. Ulrich Riller vom Fachbereich Geowissenschaften der Universität Hamburg ist es jetzt gelungen, die bisher rätselhafte Bildung des Kraters und des Ringgebirges, das sich im Inneren des Kraters mehrere Hundert Meter über dem sonst flachen Kraterboden erhebt, zu erklären.

Das Leben auf unserem Planeten würde heute ganz anders aussehen, wenn nicht vor 66 Millionen Jahren ein Meteorit mit einem Durchmesser von 14 Kilometern aus dem Weltall eine globale Katastrophe ausgelöst hätte. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 20.000 Kilometern pro Stunde bohrte sich der Meteorit Tausende Meter tief in die Erdkruste und jagte Schockwellen durch den Untergrund, wodurch ein 200 Kilometer großer Krater entstand und Gestein aus 15 Kilometer Tiefe an die Oberfläche befördert wurde. Der Meteorit verdampfte und seine Überreste finden sich heute häufig auf der Erde als eine mit Iridium angereicherte Schicht zwischen den geologischen Gesteinsschichten der Kreide- und Paläogen-Zeit (frühes Tertiär). Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)