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Haben Meeresschwämme als „Ökosystem-Ingenieure“ die „Kambrische Explosion“ herbeigeführt?

Schwämme als „Wasserreiniger“ verursachten einen Anstieg des Sauerstoffgehalts in Meerwasser, der zur Vervielfachung der Tierarten vor 550 Millionen Jahren nötig war. Was diesen dramatischsten aller bisherigen Ökosystemwandel auf unserem Planeten so plötzlich auslöste, ist bis heute umstritten. Geologen wissen, dass zu diesem Zeitpunkt die Konzentration von freiem Sauerstoff in der Atmosphäre und im Meerwasser deutlich anstieg. Da mehrzellige Tiere Sauerstoff zum Atmen benötigen, war dieser Sauerstoffanstieg für deren Entstehung maßgeblich. Doch wodurch kam es zu diesem lebensnotwendigen Anstieg der Sauerstoffkonzentration in Meerwasser? Wissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ haben erstmals belegt, dass Meeresschwämme Änderungen im marinen Kohlenstoff- und Phosphor-Kreislauf verursachten, die zu einem Sauerstoffanstieg führten. Damit war die Grundlage für die weitere Ausbreitung von Mehrzellern bereitet, berichtet das Team um Michael Tatzel und Friedhelm von Blanckenburg im Fachmagazin Nature Communications. Mehr erfahren...

Bild: Schwämme vor Ost-Indonesien (Foto: Nick Hobgood [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons).

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