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Fachsektion GeoTope und GeoParks

Tag des Geotops

Geotope sind laut Definition erdgeschichtliche Bildungen, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde oder des Lebens vermitteln. Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralien und Fossilien sowie einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftsteile. Geotope spielen insbesondere in Geoparks eine zentrale Rolle und sind in den vergangenen Jahren mehr und mehr zum Gegenstand von regionalen Bildungs- und Erholungskonzepten geworden.

In der FS GeoTope und GeoParks kommen Menschen zusammen, die sich mit der Erforschung, der Nutzung und dem Schutz von Geotopen befassen. Das Spektrum der Mitglieder reicht von Mitarbeitern in den Geologischen Diensten, Universitäten, Museen, Geoparks, Denkmalpflegebehörden und Rohstoffbetrieben bis hin zu Studenten und interessierten Laien. Die FS GeoTope und GeoParks dient als geowissenschaftliche Plattform zum regelmäßigen fachlichen Austausch.

Zentrale Veranstaltungen der FS GeoTope und GeoParks sind die einmal jährlich im Frühjahr stattfindende Fachtagung mit Tagungsband und der „Tag des Geotops“ im Herbst.

In der FS GeoTope und GeoParks verankert ist die „Arbeitsgemeinschaft der GeoParks“, die sich für die Interessen der Geoparks im deutschsprachigen Raum einsetzt.

Kommende Veranstaltungen:
http://www.dggv.de/veranstaltungen/dggv-tagungen/detail/artikel/kulturwertstein-verantwortung-und-chancen-fuer-geoparks.html

21. Fachtagung der Fachsektion Geotope & Geoparks in der DGGV

Weltkulturerbestätte Rammelsberg / Goslar vom 18. – 21. Mai 2017

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Kultur.Wert.Stein

GeoTop 2016: Kultur. Wert. Stein.
Verantwortung und Chancen für Geoparks

Geologen und Vertreter von Geoparks, Rohstoffunternehmen, Landesbehörden,Universitäten und Wirtschaftsvereinen aus Deutschland, Frankreich, Norwegen und der Schweiz tagten unter Schirmherrschaft des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vom 28.04. bis zum 01.05.2016 im Hotel Kloster Nimbschen bei Grimma zum Thema „Kultur. Wert. Stein – Verantwortung und Chancen für Geoparks“.

Hier finden Sie einen Tagungsbericht, der in der Zeitschrift "bergbau. Zeitschrift für Rohstoffgewinnung, Energie, Umwelt" des "RDB Ring Deutscher Bergingenieure" erschienen ist. 

 

 

Kultur.Wert.Stein

Die wissenschaftliche Sensation war groß, nicht nur für Sachsens Geologie: Als einen Supervulkankomplex bezeichnete der Freiberger Vulkanologe Christoph Breitkreuz nach neuesten Forschungen den nordwestsächsischen Vulkanitkomplex südöstlich von Leipzig, dessen geologische Geschichte heute der Nationale Geopark Porphyrland erzählt. Hier ereigneten sich vor  rund 290 Mio. Jahren vulkanische Eruptionen aus riesigen n unterirdischen Magmenkammern, die mit Magnituden über 8 und 9 zu den stärksten der Welt gehören. Gewaltige Glutwolken und pyroklastische Ströme förderten das Material an die Oberfläche, das heute Gesteinsdecken von vielen hundert Metern Dicke bildet. Es handele sich um eines der größten spätpaläozoischen Vulkanfelder  Europas, betonte Breitkreuz vor rund 130 Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich, Norwegen und der Schweiz der  GeoTop-Tagung  vom 28. April bis 1.Mai in Kloster Nimbschen. Unter dem Thema „Kultur.Wert Stein – Verantwortung und Chancen für Geoparks“ war hier der Nationale Geopark Porphyrland Gastgeber der 20. Internationale Jahrestagung GeoTop der Fachsektion GeoTop der DGGV, zugleich 40. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen der DGGV.  Die Tagung stand unter Schirmherrschaft des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Zu einem außergewöhnlichen Ereignis wurde die Tagung durch das Auftreten der Vertreter der UNESCO, die das Label „UNESCO-Geopark“ als neue Kategorie der internationalen Naturerbe-Pflege im Rahmen ihres internationalen geowissenschaftlichen Programms (IGSP) erstmals öffentlich in Deutschland präsentieren. Dr. Margarete Patzak von der UNESCO Division of Ecological and Earth Sciences  in Paris stellte das neue Programm  und die Anforderungen an die Bewerber vor und ermunterte den Geopark Porphyrland zu Antragstellung. Dr. Kristin Ragnes stellte das bestehende Netzwerk der europäischen Geoparks (EGN) vor, dem bereits sechs deutsche Geoparks, darunter auch der Internationale Geopark „Muskauer Faltenbogen“ in Sachsen, Brandenburg und Polen angehören. Sie betonte dessen neue Bedeutung als aktives regionales Netzwerk der Geoparke für die globale Vereinigung der UNESCO-Geoparks. Sie lud den Geopark Porphyrland ein, sich in dessen Arbeit einzubringen.

Auf der Tagung hervorgehoben wurde die enge Zusammenarbeit der Rohstoffindustrie mit den Geoparks. Sachsen ist ein Rohstoffland, betonten sowohl der Präsident des sächsischen Oberbergamtes, Bernhard Cramer als auch Peter Jantsch, Referatsleiter Rohstoffe und Umwelt im sächsischen Wirtschaftsministerium. Beide setzten auf die Zusammenarbeit von Geoparks und Rohstoffunternehmen für ein realitätsnahes Rohstoffbewusstsein als Teil der Umweltbildung auch in Geoparks.

Exkursionen führten die Teilnehmer u.a. zu den Nationalen Geotopen Rochlitzer Berg und Kleiner Berg Hohburg.

(Quelle: Geopark Porphyrland. SteinReich in Sachsen)

Der Tagungsband ist zum Preis von 38 Euro unter info@remove-this.dggv.de erhältlich.    

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Kontextspalte

Kontakt

Dr. Henning Zellmer
Geschäftsstelle
Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen
Wasserburg Niedernhof 6
D-38154 Koenigslutter am Elm

T +49 5353 913235
F +49 5353 9109505

Saurierfährten

Saurierfährten in einem Naturwerksteinbruch in den Bückebergen (Foto: H.-Gerd Röhling)

Kommende Veranstaltungen

Hier finden Sie Informationen zu kommenden Tagungen der Fachsektion.