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Historie Geologische Vereinigung

Die Geologische Vereinigung e.V. (GV) wurde am 8. Januar 1910 im Senckenbergischen Museum zu Frankfurt am Main auf Betreiben von Gustav Steinmann gegründet.

Laut Protokoll der Gründungsversammlung wurde Friedrich Heinrich Emanuel Kayser zum ersten Vorsitzenden gewählt. Daneben ernannte die Versammlung Eduard Suess zum Ehrenvorsitzenden. Gustav Steinmann oblag die Schriftleitung der neuen Fachzeitschrift.
 
Ziele der GV waren die Förderung und Verbreitung von Wissen im Bereich der Geowissenschaften sowie die Diskussion der Ergebnisse aktueller Forschung. Die von der Gesellschaft seit 1910 herausgegebene Fachzeitschrift ‚Geologische Rundschau‘ erscheint seit 1993 als 'International Journal of Earth Sciences' beim Springer-Verlag Heidelberg.

Weitere Anliegen der GV waren die Nachwuchsförderung und das Geologen-Archiv in Freiburg, das seit 1956 durch die GV betreut wurde.

Die Mitgliederzahl lag im Jahr 2014 bei mehr als 1.600 Mitgliedern aus über 60 Ländern.

Seit 1938 verlieh die Geologische Vereinigung zu Ehren ihres Begründers die Gustav-Steinmann-Medaille an Geowissenschaftler für herausragende Gesamtleistung in den Geowissenschaften. Außerdem wurde seit 2000 der Hans-Cloos-Preis an Nachwuchswissenschaftler verliehen.

Im Jahr 2009 richtete die Geologische Vereinigung die Fachsektion Sedimentologie ein.

Die Jubiläumsfeier anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Gesellschaft wurde 2010 am Gründungsort Senckenberg Naturmuseum Frankfurt ausgerichtet.

Zum 1. Januar 2015 erfolgte der Zusammenschluss der Geologischen Vereinigung mit der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften zur heutigen DGGV.

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