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Der Caroliner Erbstollen

Beschreibung:

Arbeitskreis Holzwickede

Der am 6.9.1990 gegründete Arbeitskreis Holzwickede gehört zu dem in Witten eingetragenen Förderverein Berg­bau­historischer Stätten Ruhrrevier e. V. Zu seinen Aufgaben zählt es, in Form von Informationstafeln auf Relikte des früheren Bergbaus in der Re­gion hinzuweisen, aber auch an besonders wichtigen beziehungsweise geeigneten Orten derartige Relikte möglichst authentisch wiederherzustellen. Hierzu zählen der Zugang zum Caroliner Erb­stol­len und der inzwischen fertiggestellte Dreibaum über dem Luftschacht Margarethe. Daneben hat der Arbeitskreis Holz­wickede einen Rundweg unter Einbeziehung der aufgestellten Informationstafeln erarbeitet.

Der Caroliner Erbstollen

Im nordöstlichen Teil des Holzwickeder Gemeindegebietes befindet sich das Stollenmundloch des ab 1735 auf­ge­fah­re­nen Caroliner Erbstollens. Er hat eine Gesamtlänge von 5 184 m und endet im Bereich des westlich an den Hixterwald angrenzenden Sölderholzes. Seine Hauptaufgabe bestand in der Ableitung des Wassers, das in die für den Stein­koh­len­ab­bau geschaffenen Grubenräume eindrang. Der Begriff „Erbstollen“ besagt, dass hiermit die Gru­ben­fel­der verschiedener Besitzer gegebenenfalls über mehrere Generationen entwässert wurden. Der An­satz­punkt des Caroliner Erbstollens wurde so gewählt, dass sich die größtmögliche Abbauhöhe über dem Stollenniveau ergab. Sie erreichte im Hixterwald rund 60 m. Der Erbstollen wurde nicht im flözführenden Oberkarbon, sondern in den Schichten der das Karbon überlagernden Kreide angesetzt und nach Süden vorgetrieben. Er erreichte erst nach mehreren hundert Metern das Karbon-Gebirge. Dort folgte er dem westöstlichen Streichen der Schichten und wurde nach Westen aufgefahren. Nach Aufschluss des stark einfallenden Flözes Hauptflöz westlich vom Freibad Schöne Flöte begann der Steinkohlenabbau um 1777 und dauerte bis 1845. Später geriet der Stollen in Vergessenheit. In den Jahren 1992/93 wurde das Stollenmundloch durch Mitglieder des Arbeitskreises und mit Unterstützung mehrerer Sponsoren in seiner heutigen Form wiederhergestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Erbstollen ist auf einer Länge von ca. 8 m begehbar. Im weiteren Verlauf steht er vollständig unter Wasser, was die Konservierung des noch vorhandenen Holzausbaus ermöglichte und auch in Zukunft gewährleistet. Zur optimalen Einsehbarkeit ist der unter Wasser befindliche Teil des Erbstollens durch eine Plexiglasscheibe abgetrennt und mit einem Unter­was­ser­scheinwerfer ausgeleuchtet.

Programmablauf

Mitglieder des Arbeitskreises bieten am 16.9.2018 die Besichtigung des Caroliner Erbstollens an, der sich in 59439 Holzwickede, Wasserstraße, nahe dem Haus Nr. 34 befindet  .
In diesem Bereich ist nur eine begrenzte Zahl von Parkplätzen vorhanden.
Festes Schuhwerk und der Witterung angepasste Kleidung werden empfohlen.

 

Art der Veranstaltung:
Besichtigung

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Landkreis:
Unna

Ort:
Holzwickede

Veranstaltungsdatum:
16.09.2018

Beginn:
14:00 Uhr

Ende:
17:00 Uhr

Treffpunkt:
Erbstollen in 59439 Holzwickede, Wasserstraße, nahe dem Haus Nr. 34

Veranstalter:
Arbeitskreis Holzwickede im Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e. V.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. A. Ackermann

Adresse:
Kriemhildstr. 34b
45892 Gelsenkirchen

Telefon:
02 09 / 78 89 81

E-Mail:
achim_ackermann@web.de

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