Am 26.02.1996 wurde das Internationale Kontinentale Wissenschaftliche Bohrprogramm ICDP ins Leben gerufen. Es leistet seit 30 Jahren weltweit einen bedeutenden Beitrag, geologische Geheimnisse unter unseren Kontinenten zu ergründen: Wie ist die Erdkruste aufgebaut? Welche Mineralien, Gesteine, Flüssigkeiten und Gase kommen tief in der Erde vor? Unter welchen Bedingungen kann dort Leben gedeihen? Wie waren die Umwelt- und Klimabedingungen auf der Erde vor Hunderttausenden von Jahren? Wie entstehen Erdbeben und Vulkanausbrüche? Wo kann man Erdwärme wirtschaftlich nutzen?
Um Fragen wie diese zu beantworten, ist die Forschung auf Bohrungen angewiesen: Nur sie erlauben, aus nächster Nähe im Untergrund Daten zu messen – etwa zu Temperatur und Druck –, Prozesse wie seismische Bewegungen durch das Einlassen von Sensoren zu überwachen, oder sogar Material – wie Gesteine, Flüssigkeiten oder Gase – aus der Tiefe zu gewinnen, das in Laboren über Tage untersucht werden kann. Mehr erfahren…
