TUBAF unterstützt Geothermieprojekt in Erfurt.
Unter der Stadt Erfurt liegt ein kaum bekannter Untergrund. Das Gebirge in der Erde unterhalb der thüringischen Landeshauptstadt und der Region im Erfurter Becken gilt als unterexploriert. Dies ist ein Grund, weswegen dort noch keine Tiefengeothermie zur Wärmebereitstellung genutzt wird. Ein neues Projekt der Stadtwerke Erfurt soll nun Licht ins Dunkel bringen. Wissenschaftlich begleitet wird es von einem Team der TU Bergakademie Freiberg. Ziel ist es, die Datengrundlage für die erste Geothermiegroßanlage in Erfurt zu legen: Mit einem neuartigen 3D-Seismik-Verfahren, das genaue Bilder aus dem tiefen Untergrund liefern soll.
Erfurt und Umland liegen im Mitteldeutschen Kristallin – geologisch gesprochen. Und Kristallin ist ein Untergrund, der Herausforderungen bietet: „Es sind vor allem die steilstehenden Tiefenstörungen, die eine Kartierung dieser Region erschweren“, erklärt Professor Stefan Buske, der das Projekt an der TUBAF leitet. Störungen sind Veränderungen im Gestein, Verwerfungen, Brüche oder Klüfte. „Diese Störungen wollen wir mit seismischen Wellen, die bei der 3D-Seismik in den Untergrund ausgestrahlt werden, lokalisieren.“, erläutert Stefan Buske. Mehr erfahren…
