Seit der Jungsteinzeit wird in Rein (Steiermark) Hornstein abgebaut.
Michael Brandl Daniel Modl.
Wer heute durch die sanften Hügel rund um das Zisterzienserstift Rein nördlich von Graz spaziert, ahnt kaum, dass sich hier einst eine der ältesten „Industrieanlagen“ der Steiermark befunden hat. Hier verbirgt sich unter einer unscheinbaren Wiesenfläche ein Ort, an dem Menschen schon vor 6500 Jahren nach einem „kritischen Rohstoff“ suchten, der für sie so wertvoll war wie für uns heute seltene Erden: Hornstein.
Ein kritischer Rohstoff
Diese Zeitreise beginnt in der späten Jungsteinzeit, dem Neolithikum, als die Menschen in Mitteleuropa sesshaft wurden. Ackerbau und Viehzucht bestimmten das Leben, doch ohne geeignete Werkzeuge wäre all das nicht möglich gewesen. Hornstein, ein extrem hartes, scharf brechendes Silikatgestein, war in einer Zeit, als Metall noch unbekannt war, ein überlebenswichtiger Werkstoff. Mehr erfahren..
