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Flusssedimente und historische Aufzeichnungen zeugen von mehreren extremen Fluten in den letzten 1.500 Jahren.

Keine Ausnahme: Das katastrophale Hochwasser im Ahrtal war kein Einzelfall – und hätte daher vorhergesagt und vielleicht sogar vermieden werden können. Denn Analysen von Sedimenten an der Ahr und historische Aufzeichnungen belegen, dass es dort in den letzten 1.500 Jahren mindestens drei ähnlich extreme Hochwasser gab. Zudem sind solche Extremfluten wie im Sommer 2021 für diesen Fluss offenbar typischer als schwächere Hochwasserereignisse, wie die Forschenden berichten. 

Im Juli 2021 ließ ein über Tage anhaltender Starkregen die Ahr und weitere kleinere Flüsse im Westen Deutschlands drastisch anschwellen – mit katastrophalen Folgen: Sturzfluten rasten durch Ortschaften, zerstörten Brücken, Straßen und Häuser und kosteten allein im Ahrtal 135 Menschen das Leben. Die Flutkatastrophe forderte mehr Todesopfer als jede andere Naturkatastrophe in Deutschland seit 1962. Einer der Gründe dafür war das Versagen der Frühwarnsysteme und zu späte oder ausbleibende Warnmeldungen an die Bevölkerung.  Mehr erfahren…