Inhalt

Wälder wie hier im Togiak Nationalreservat im Südwesten Alaskas gab es im Pliozän auch an den Küsten des Arktischen Ozeans.

Aus der Geschichte lernen

Um die Folgen des Klimawandels abzuschätzen, sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf Modellsimulationen angewiesen, oder sie schauen in die geologische Überlieferung und suchen sich vergleichbare Epochen. Letzteres hat der Paläoklimatologe Alan Haywood von der Universität Leeds unternommen und sich das Pliozän angesehen. Auf der internationalen Tagung des Helmholtz-Verbundes Regionale Klimaänderungen (REKLIM) in Berlin berichtete er den versammelten Klimaforschern über seine Erkenntnisse.

"Aus der geologischen Überlieferung lese ich heraus, dass es im Erdsystem nicht vieles gibt, was tatsächlich völlig unumkehrbar ist. Und ich glaube, daraus können wir einigen Trost ziehen", meinte Alan Haywood, Paläoklimatologe von der Universität Leeds, auf der REKLIM-Tagung. Haywood leitet das internationale PlioMIP-Projekt, das mit Klimamodellen die Situation des Pliozäns rekonstruieren will, um daraus Schlüsse für die Entwicklung des Erdsystems unter dem Einfluss des menschgemachten Klimawandels zu gewinnen.

Das Pliozän war eine Epoche von ungefähr 2,8 Millionen Jahren Dauer, die vor 2,5 Millionen Jahren endete, als die Erde in eine Eiszeitphase geriet, deren Wechsel aus Kalt- und Warmzeiten bis heute andauert. "Im Pliozän war der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre zuletzt so hoch wie derzeit und wir besitzen eine Fülle von Informationen, die uns das Klima und die Umwelt dieser Epoche beschreiben", so Haywood. In Berlin erklärte er den Klimaforschern auf der REKLIM-Tagung, aus welchen Gründen das Pliozän als Parallele für unsere Gegenwart taugt und welche dagegen sprechen. Mehr erfahren...

Kontextspalte

Kontakt

Deutsche Geologische
Gesellschaft – Geologische
Vereinigung e. V. (DGGV)

Geschäftsstelle Berlin
Rhinstraße 84
12681 Berlin

Ansprechpartnerin:
Frau Lara Müller-Ruhe
Tel. 030-509 640 48
E-Mail senden

www.dggv.de

Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)