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Der Ozean liefert Optionen für eine verstärkte Reduzierung der Kohlendioxid-Konzentrationen in der Atmosphäre. Foto: Sunke Schmidtko, GEOMAR.

Aus der Luft geholt

Welche Chancen und Risiken stecken in den Maßnahmen, mit denen wir der Atmosphäre Kohlendioxid wieder entziehen könnten? Forschende des Netto-Null-2050 Clusters der Helmholtz-Klima-Initiative haben jetzt einen Bewertungsrahmen dafür entwickelt.

Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, reicht es nicht allein, den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) weiter zu reduzieren. Um die globale Erwärmung auf unter 2 Grad Celsius, möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, muss der Atmosphäre bereits ausgestoßenes CO2 auch wieder entzogen werden. Wälder können zum Beispiel aufgeforstet werden, CO2 lässt sich aus den Emissionen von Bioenergieanlagen abscheiden oder mit technischen Anlagen direkt aus der Luft filtern. Anschließend lässt es sich im Untergrund speichern. Diese Verfahren werden als Kohlestoff-Entnahme-Maßnahmen (Carbon Dioxid Removal, kurz CDR) bezeichnet. Doch wie können wir Potenziale und Risiken solcher Maßnahmen ganzheitlich und kontext-spezifisch bewerten?

Pressemitteilung der Helmholtz-Klima-Initiative

Basierend auf aktuellen Studien und der Befragung von Expert:innen haben Forschende der Helmholtz-Klima-Initiative nun erstmals einen speziell an Deutschland angepassten Bewertungsrahmen für CDR-Maßnahmen entwickelt. Dabei berücksichtigen sie neben der Kohlenstoffbilanz von CDR-Maßnahmen (systemische Dimension) auch ökologische, technologische, ökonomische, soziale und institutionelle Aspekte.

„Das Tool hat das Ziel, Entscheidungsträger:innen über Chancen und Herausforderungen verschiedener CDR-Maßnahmen zu informieren und somit Vor- und Nachteile von CO2-Entnahme-Maßnahmen besser abzuwägen“, sagt Dr. Johannes Förster vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, der als Leitautor an der Studie beteiligt war. „In der Realität haben CDR-Maßnahmen vielfältige Auswirkungen. Die einzelnen Dimensionen sind miteinander verflochten. Dadurch können sowohl Synergien als auch Zielkonflikte entstehen.“ Mehr erfahren....

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)