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Infaschallsignale des Anak Krakatau Kollapses am 22. Dezember 2018 Quelle: Nature Communications

BGR an hochrangiger Veröffentlichung zum Krakatau-Ausbruch beteiligt

Am 22. Dezember 2018 stürzte ein Teil der vulkanischen Insel Anak Krakatau nach einem Ausbruch ins Meer und löste einen Tsunami aus, der über 430 Menschen das Leben kostete. Ein internationales Wissenschaftlerteam unter Beteiligung der BGR konnte jetzt In einer Studie aufzeigen, dass es Anzeichen von vulkanischer Aktivität bereits im Vorfeld des Ausbruchs gegeben hatte. In ihrer Veröffentlichung unter dem Titel „Complex hazard cascade culminating in the Anak Krakatau sector collapse“ in der sehr renommierten Zeitschrift Nature Communications berichten die Forscher von einer sukzessiven Bewegung der südwestlichen Flanke des Vulkans in Richtung Meer. Diese Bodenbewegung wurde von einer starken Phase thermaler Aktivität am Vulkan und einer Vergrößerung der Fläche der Insel begleitet. Diese Faktoren könnten, so die Wissenschaftler, den Einsturz der Vulkanflanke erklären.

Die neuen Beobachtungen und Erkenntnisse könnten in Zukunft die Überwachung potentieller Kollapse an anderen Vulkaninseln verbessern und zu einem verfeinerten Frühwarnsystem beitragen. Das unter Federführung des Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) durchgeführte Forschungsprojekt, an dem auch Wissenschaftler der Università degli Studi di Torino, Uppsala University, der Indonesian Agency for Meteorological, Climatological and Geophysics (BMKG), dem Indonesian National Institute of Aeronautics and Space | LAPAN · Remote Sensing Application Center und dem Geologischen Dienst Indonesiens beteiligt waren, wurde im Rahmen des europäischen ERC consolidator grant VOLCAPSE gefördert. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

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