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Einbau der Bodensonde zur Gewinnung der Wasserprobe Quelle: BGR

BGR-Projekt im neuen NLWKN-Themenbericht

Wie verlagern sich Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln im Boden? Zu dieser Frage forschte die BGR von 2015 bis 2017 im Fuhrberger Feld, nördlich von Hannover, in Zusammenarbeit mit dem Wasserversorger Enercity sowie den dort ansässigen Landwirten.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes „MetaBoTiG“ sind im NLWKN-Themenbericht 39 (Pflanzenschutzmittel II) dargestellt. Der Themenbericht des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wurde heute auf der Landespressekonferenz vom Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Olaf Lies und der Direktorin des NLWKN Anne Rickmeyer vorgestellt.

Die Ergebnisse des BGR-Projektes zeigen, dass in den leichten Sandböden des Fuhrberger Feldes die Pflanzenschutzmittel von dem Boden gut zurückgehalten werden. Dies liegt u. a. an den für Sandböden hohen Gehalten an organischer Substanz, an der diese Stoffe binden. Die Abbauprodukte der Pflanzenschutzmittel, auch Metaboliten genannt, haben jedoch andere Eigenschaften und einige von ihnen werden sehr leicht durch den Boden verlagert, dies konnte durch das BGR-Projekt bestätigt werden. Um den Eintrag dieser Metaboliten ins Grundwasser und damit hohe Konzentrationen der Stoffe im Grundwasser zu verhindern muss ein breiteres Spektrum des Pflanzenschutzes zur Anwendung kommen, z. B. in Form von aufeinander abgestimmten Kombinationen von mechanischen und chemischen Pflanzenschutz.

Ein Video über das Forschungsprojekt ist im Geochannel der BGR zu sehen „Mit dem Staubsauger ins Feld“. 
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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)