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Corona-Krise – neue Risiken für nachhaltige Rohstofflieferketten

Mit ihren wirtschaftlichen Auswirkungen verschärft die COVID-19-Pandemie insbesondere die gesellschaftspolitischen Probleme in den Staaten des globalen Südens. In hohem Maße betroffen sind Länder, in denen der Rohstoffsektor eine zentrale Rolle spielt und die Pandemie die globalen Lieferketten unterbricht. Welche Folgen das nicht nur für die Menschen, sondern auch für die international geforderten Sorgfaltspflichten eines verantwortungsvollen Bergbaus hat, beleuchtet die BGR in einer neuen Kurzstudie am Beispiel der Demokratischen Republik Kongo. Dort werden die in den vergangenen Jahren erzielten Fortschritte für mehr Transparenz in den artisanalen Lieferketten durch die Corina-Krise zunehmend in Frage gestellt.

So kam es in den Lieferketten zu Liquiditätsengpässen, die lokalen Preise für einige Rohstoffe brachen ein. Die Produzenten und Händler hatten Schwierigkeiten, Abnehmer für ihre Rohstoffe zu finden bzw. den Transport zu organisieren. Durch diese Entwicklung verschärft sich die Armut vor Ort – dies begünstigt die Kinderarbeit sowie das Auftreten von sozialen Konflikten, so das Ergebnis der BGR-Studie. Daher ist kollektives Handeln notwendig, um die bestehenden nachhaltigen Lieferketten für Rohstoffe auch nach der COVID-19-Pandemie aufrechtzuerhalten und weiter auszubauen, empfehlen die Autorinnen und Autoren der Studie. Entsprechend der Leitsätze der OECD sollten Unternehmen ihre Lieferketten auf negative Aspekte der Corona-Pandemie überprüfen und verstärkt mit lokalen Organisationen vor Ort kooperieren, um sicherzustellen, dass sie stets über die aktuellen Entwicklungen in den Bergbaustandorten in der DR Kongo im Bilde sind. Mehr erfahren...

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