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Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/kongo-vulkanausbruch-107.html

Demokratische Republik Kongo - Tausende fliehen nach Vulkanausbruch

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist der Vulkan Nyiragongo nahe der Millionenstadt Goma ausgebrochen. Tausende Menschen sind auf der Flucht, die Regierung setzte einen Evakuierungsplan in Kraft.

Nach dem Ausbruch des Vulkans Nyiragongo in der Demokratischen Republik Kongo sind Tausende Menschen aus der Millionenstadt Goma auf der Flucht. Die Eruption hatte bei vielen Bewohnern der afrikanischen Stadt zu Panik geführt. Zum Teil flohen sie in Richtung Ruanda. Die dortigen Behörden öffneten inzwischen die Grenze und ließen die Menschen passieren.

Zunächst floss ein Teil der Lava auf das Stadtzentrum zu, ähnlich wie im Jahr 2002. Damals zerstörte die Lava den Ostteil der Großstadt; 250 Menschen starben, etwa 120.000 wurden obdachlos. Diesmal könnten die Folgen des Ausbruch zumindest für Goma glimpflicher ausfallen: Inzwischen hat der Lavastrom nach Angaben eines dpa-Reporters vor Ort kurz vor der Großstadt gestoppt. Viele Einwohner, die ihre Häuser am Samstagabend in Panik verlassen hatten, kehrten demnach am Morgen bereits zurück.

Afrikas artenreichstes Schutzgebiet

Der Vulkan war am Samstagabend gegen 19.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MESZ) ausgebrochen. Lavaströme seien bislang hauptsächlich durch Teile des Nationalparks geflossen, sagte der Leiter des vulkanologischen Observatoriums von Goma, Celestin Mahinda, dem staatlichen Radiosender RTNC. Der Park ist Afrikas artenreichstes Schutzgebiet und die Heimat der vom Aussterben bedrohten Berggorillas.

Die bisher folgenschwerste Eruption des Nyiragongo ereignete sich 1977, damals starben mehr als 600 Menschen. In der Region an der Grenze zu Ruanda und Uganda gibt es insgesamt sechs über 3000 Meter hohe Vulkane.
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