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Die Pegel steigen. Foto: HZG/ Insa Meinke

Der Meeresspiegel steigt an Nord- und Ostseeküste

Wie stark und wie schnell das geschieht und was ein „Weiter so“ bedeuten kann, zeigt das neue Online-Tool www.meerespiegel-monitor.de

Weltweit steigt der Meeresspiegel durch den Klimawandel an. Oft werden damit Schicksale von Menschen weit entfernter Regionen assoziiert. Doch wie sieht es an unseren Küsten aus? Wie stark ist der Meeresspiegel in den letzten 100 Jahren an Nord- und Ostsee angestiegen? Steigt er immer schneller? Und was bringt die Zukunft? Diese Fragen beantwortet der neu entwickelte Meeresspiegel-Monitor unter Berücksichtigung aktueller Wasserstandsdaten.

„Durch die regelmäßige Aktualisierung der Auswertungen können wir nun früh erkennen, ob der Meeresspiegelanstieg auch bei uns an Fahrt aufnimmt und wo uns ein ,Weiter so‘ hinführen könnte“, sagt Küstenforscherin Insa Meinke, die den Monitor zusammen mit ihren Kollegen am Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) entwickelt hat. Der Monitor ist frei verfügbar unter www.meeresspiegel-monitor.de. Er richtet sich an alle Menschen, die an der Küste wohnen, entscheiden und langfristig planen.

Anstieg ist auch bei uns feststellbar

In den letzten 100 Jahren ist der Meeresspiegel in Cuxhaven durchschnittlich um etwa 18 cm angestiegen. Im Vergleich zu den letzten 100 Jahren zählt der aktuelle jährliche Meeresspiegel zu den höchsten 5%. 

In Norddeutschland ist der Anstieg des mittleren Meeresspiegels eine der deutlichsten bereits messbaren Folgen des Klimawandels. Er lässt sich an allen acht Pegeln nachvollziehen, die Gegenstand des Meeresspiegel-Monitorings sind. So zeigen die Auswertungen der Wasserstandsdaten, dass der mittlere Meeresspiegel an unseren Küsten in den letzten hundert Jahren (1921 bis 2020) um etwa 15 bis 20 Zentimeter gestiegen ist. Das entspricht ungefähr dem globalen mittleren Meeresspiegelanstieg im selben Zeitraum. An den meisten Pegeln zählt der aktuelle mittlere Meeresspiegel zu den höchsten seit Beginn der Datenverfügbarkeit. Mehr erfahren...

 

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)