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© Christian Braga / Greenpeace (Ausschnitt) Quelle: Spektrum

Der wahre Preis des Goldes

old ist in Krisenzeiten vielen lieb und teuer. Doch den wahren Preis dafür zahlen die Yanomami und andere Indigene im Amazonas-Tiefland. Nun streckt auch noch eine Mafia die Finger nach ihrem Land aus.
von Ulrike Prinz

Ihren bisherigen Höhepunkt erreichen die Zusammenstöße zwischen Yanomami und den Goldsuchern am 10. Mai 2021. Schauplatz ist der brasilianische Bundesstaat Roraima. Die Garimpeiros, die Goldsucher, rasen mit ihren Motorbooten den Uriracoera-Fluss auf das Yanomami-Dorf Palimiú zu und fangen an, auf die Einwohner zu feuern. Panik bricht aus, die Frauen flüchten in den Wald mit ihren Babys auf dem Arm. Doch in der Aufregung ertrinken zwei Kinder, die unten am Fluss gespielt hatten. Das bestätigte die Yanomami-Organisation Hutukara später. Ein Video dieses Angriffs verbreitete die Organisation auf den sozialen Netzwerken.

Als am nächsten Tag sechs Militärpolizisten den Fall untersuchen wollen, werden auch sie von den Garimpeiros angegriffen. Unverrichteter Dinge ziehen sie sich zurück.

»Ich will keine Garimpeiros hier. Wir sind in großer Gefahr. Heute Nacht werden sie wiederkommen. Ich will nicht jeden Tag weinen vor Angst, ohne Hoffnung auf Schutz«, ruft Darlene Yanomami, eine Bewohnerin von Palimiú in die Kamera des brasilianischen Fernsehsenders Globo.

Die Angriffe und die Einschüchterungen gehen weiter. Gemeldet werden mindestens elf Übergriffe auf verschiedene Dörfer. Erst mit vierwöchiger Verspätung, am 10. Juni, genehmigt die Bundesregierung einen 90-tägigen Einsatz der Nationalen Sicherheitskräfte zum Schutz der Indigenen. Drei Wochen nachdem der Oberste Gerichtshof (STF) die untätige Regierung zu Sofortmaßnahmen aufgefordert hatte. Mehr erfahren...

 

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