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Der Weg des Schwefels durch die Erdkruste

Internationale Forschungsstudie unter Beteiligung der Freien Universität Berlin über Schwefelkreisläufe am Meeresgrund und in der Lithosphäre / Veröffentlichung in Fachzeitschrift „Nature Communications“.

Einem internationalen Forschungsteam, darunter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität Berlin, ist es gelungen, neue Erkenntnisse über die verborgenen geochemischen Vorgänge im Erdinneren zu gewinnen. Die Geologinnen und Geologen gingen der Frage nach, wie die Wechselwirkung von Hydro- und Biosphäre auf den Meeresboden die globalen Stoffkreisläufe beeinflusst. Dazu untersuchten sie anhand von Gesteinsproben die chemische Zusammensetzung der äußeren Erdschicht des Ozeanbodens, die ozeanische Erdkruste. Die umfangreiche Forschungsarbeit zeigt unter anderem auf, wie der „tiefe Erdkreislauf“ des Elements Schwefel durch ein Wechselspiel von Prozessen am Meeresgrund, in der Erdkruste sowie im äußeren Erdmantel gesteuert wird. Die Ergebnisse der Studie wurden im renommierten Wissenschaftsjournal Nature Communications veröffentlicht.

Globale geochemische Kreisläufe – beispielsweise des Wassers oder von Elementen wie Kohlenstoff und Schwefel – bestehen aus einer Vielzahl wechselseitiger biologischer, geologischer und chemischer Vorgänge. Einige dieser Prozesse spielen sich auch am Meeresboden ab, entlang auseinanderdriftender Erdplatten (am Mittelozeanischen Rücken). Durch die Bewegung der Lithosphärenplatten im Zusammenhang mit der Plattentektonik wird im Laufe der Zeit die vom Meerwasser alterierte ozeanische Erdkruste unter die kontinentale Kruste gedrückt; dieser Prozess heißt Subduktion.

Zur Erforschung der chemischen Kreisläufe, vor allem des Schwefelkreislaufs, haben Geologinnen und Geologen der Freien Universität Berlin Gesteine aus China analysiert. Die Gesteinsproben stammen von einer ehemaligen ozeanischen Erdplatte, die vor Jahrmillionen zunächst bis in eine Tiefe von etwa 80 km subduziert worden war. Anschließend wurde sie durch Gebirgsbildungsprozesse wieder an die Erdoberfläche emporgehoben. Ihr Gestein kann für die Wissenschaft als ein uraltes Archiv dienen. Es gibt Aufschluss darüber, welche geochemischen Vorgänge bei der Versenkung der ozeanischen Platte in das Erdinnere abliefen. Mehr erfahren....

 

 

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Erdölförderung im Emsland

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