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Die Nord-Stream-Pipeline – hier die Anlandestation in Deutschland – ist Teil der Erdgasversorgung. © Nord Stream AG

Die Gaswirtschaft in der Energiewende

Erdgas, Wasserstoff und Co.

Die Energiewende ist zu stromzentriert, erneuerbare Gase führen ein Schattendasein. Forscher holen sie ein Stück weit da raus.

Dass fossile wie erneuerbare Gase in der Energiewende und der weiteren Klimaschutzpolitik eine zentrale Rolle einnehmen müssen, findet in Deutschland sowie international immer breitere Unterstützung. De facto aber ist die bisher praktizierte Energiewende eher stromzentriert. Die Gaswirtschaft ein Stück weit aus ihrem Schattendasein zu holen, ist Anliegen einer Tagung am Institut für Berg- und Energierecht (IBE) der Ruhr-Universität Bochum (RUB).

„Einem All-electric-Ansatz wollen wir Technologieneutralität und Ideenoffenheit entgegenstellen“, sagt Prof. Dr. Christian Pielow, geschäftsführender Direktor des IBE. Jedenfalls „brückenbauend“ solle die Gaswirtschaft mit Leitungs- und Speicherkapazitäten zunehmende Volatilitäten in der dezentralen Stromerzeugung ausgleichen sowie die kohlenstoffintensivere Energieerzeugung aus Kohle und Öl ersetzen. Darüber hinaus steht die Vision im Raum, durch den flächendeckenden Einsatz neuer, dekarbonisierter Gase wie Wasserstoff in Energiegewinnung, Mobilität und Industrie zur Treibhausgasneutralität bis 2050 beizutragen.

Intensive Wasserstoff-Forschung

Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Fachbereichen der RUB beschäftigen sich intensiv mit Wasserstoff – vom Maschinenbau über die Elektrotechnik und Naturwissenschaften wie Chemie und Biotechnologie bis hin zur Wirtschafts- und Rechtswissenschaft. „Dafür sind wir an der RUB besonders gut aufgestellt“, so Pielow. „Gemeinsam halten wir die stromzentrierte Energiewende nur für eine Übergangslösung. Die Zukunft gehört dem Wasserstoff.“ Mehr erfahren...

 

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Erdölförderung im Emsland

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