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Diplomaten aus 23 Ländern besichtigten die im Bayerischen Wald gelegene BGR-Messanlage GERES Quelle: BGR

Diplomaten zu Besuch in der BGR-Messstation GERES

Mehr als vierzig Botschafter und Repräsentanten von Ständigen Vertretungen bei den Vereinten Nationen in Wien sowie Vertreter der internationalen Kernwaffenteststopp-Behörde (CTBTO) besichtigten heute (23. Oktober 2019) die von der BGR im Bayerischen Wald betriebene deutsche Messanlage zur Überwachung des internationalen Kernwaffenteststoppvertrages (CTBT). Die Veranstaltung fand auf Einladung der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland beim Büro der Vereinten Nationen und bei anderen internationalen Organisationen in Wien statt. Vertreten waren Diplomaten aus insgesamt 23 Ländern. Die in der Gemeinde Haidmühle (Landkreis Freyung-Grafenau) gelegene Messanlage GERES umfasst die seismologische Station „PS19“ und die Infraschallstation „IS26“. Beide Messstationen sind Teil des internationalen Überwachungssystems, das insgesamt 321 Messstationen in aller Welt umfasst. „PS19“ ist eine der empfindlichsten seismologischen Messstationen in Europa. Sie registrierte u.a. alle sechs von Nordkorea durchgeführten Nukleartests. „IS26“ war die erste Infraschallstation des internationalen Überwachungssystems, mit der unhörbare Schallwellen im extremen Niederfrequenzbereich in der Atmosphäre aufgezeichnet werden konnten. So registrierte sie im Juli 2019 die starke Eruption des italienischen Vulkans Stromboli. Die gesamte Messanlage wurde 2017/2018 nach 27 Jahren zuverlässigen Betriebs grundlegend modernisiert. GERES erhielt eine neue Verkabelung und ein verbessertes Überspannungsschutzsystem. Die BGR hat nach Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zum Kernwaffenteststoppvertrag im Jahre 1996 die Funktion des deutschen nationalen Datenzentrums (NDC) innerhalb des internationalen Verifikationssystems. Neben den beiden Stationen im Bayerischen Wald betreibt die BGR auch noch eine Infraschallstation in der Antarktis. Mehr erfahren...

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