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40 years ago it was the fourth largest lake in the world. Now, only a few puddles are left. Like this mini-lake that looks like a bleeding out heart. Sad view out of my airplane window. Foto: Patrick Schneider

Ein See verschwindet - Ökologische Katastrophe am Aralsee nimmt kein Ende

Einst war der Aralsee der größte See in Zentralasien. Rettungsmaßnahmen kommen laut Experten nur "teelöffelweise" an, Hilfsprojekte seien nicht koordiniert

"Man kann zuschauen, wie das Meer verschwindet" – so lauten die drastischen Worte von Wadim Sokolow. Er leitet den Internationalen Fonds zur Rettung des Aralsees. Nun kritisierte er in der Hauptstadt Taschkent in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Usbekistan die Maßnahmen, die das einst größte Gewässer Zentralasiens retten sollen. Es gebe international viele "schöne Projekte auf dem Papier", aber kaum Geld, obwohl dies versprochen sei. "Das Geld kommt teelöffelweise", sagte Sokolow der Deutschen Presseagentur.

Zwei Millionen US-Dollar (1,77 Millionen Euro) erhalte der staatliche Fonds pro Jahr. 400 Millionen US-Dollar aber seien allein erforderlich, um die nötige Infrastruktur zu bauen, damit der Status quo des Sees erhalten bleiben könne. Übrig seien heute noch zehn Prozent der ursprünglichen Fläche des Aralsees, der einmal zu den vier größten Binnenseen der Erde gehörte. Der Aralsee ist ein Salzwassergewässer, das auch als Binnenmeer bezeichnet wird.

90 Prozent verschwunden

Es gebe Dutzende Organisationen, darunter die Weltbank, die Vereinten Nationen, die US-Entwicklungshilfe USAID und die Europäische Investitionsbank sowie unzählige Projekte und Hilfsprogramme für den Aralsee, sagte Sokolow. Aber es fehle an Koordination, die Arbeit müsse aufeinander abgestimmt werden. Es gebe viel Aktionismus, aber kaum echte Hilfe, meinte er. Mehr erfahren...

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