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Illustration von Grace-Fo. Quelle: Filmhaus Berlin + GFZ

Einzigartige Datenreihe wird fortgesetzt

Die ersten Schwerefeldkarten der GRACE-FO-Mission liegen jetzt vor. Das Satellitentandem des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ und der NASA vermisst kontinuierlich das Schwerefeld der Erde und setzt damit die erfolgreiche GRACE-Mission fort. Das Kürzel steht für Gravity Recovery And Climate Experiment. Bahnbrechend waren vor allem die Ergebnisse zum Eismassenverlust Grönlands, der vor den beiden Schwerefeldmissionen lediglich abgeschätzt werden konnte. GRACE flog von 2002 bis 2017, im Mai 2018 startete GRACE-FO – das FO steht für die Nachfolgemission (Follow-On). Nach dem Einschalten und umfangreichen Tests der Instrumente im All stehen die GRACE-FO-Daten zu monatlichen Änderungen des Schwerefelds jetzt für die weltweite Gemeinde der Forschenden zur Verfügung.

Die GRACE- und GRACE-FO-Missionen sind eine Kooperation des GFZ, der US-Weltraumbehörde NASA, des Jet Propulson Laboratory (JPL) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. GRACE-FO trägt außerdem ein Laser-Ranging-Interferometer (LRI) an Bord, dessen optisches Design vom Albert-Einstein-Institut – Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover kommt und das von der Firma SpaceTech GmbH am Bodensee im Auftrag des GFZ gebaut wurde. Die elektronischen Komponenten und den Laser steuerte der Partner JPL bei. Mit dem LRI sind extrem genaue Abstandsmessungen im Nanometer-Bereich möglich, die unter anderem als Herzstück eines künftigen Weltraumteleskops helfen sollen, Gravitationswellen zu detektieren.

Die beiden Satelliten von GRACE-FO umkreisen seit Ende Mai 2018 die Erde in rund 490 km Höhe mit einem Abstand von 220 km zueinander. Aus winzigen Abstandsänderungen, die oft kleiner sind als der Durchmesser eines Haares, lassen sich Rückschlüsse auf das Schwerefeld der überflogenen Gebiete ziehen. Die Verlagerung großer Massen führt zu Änderungen des Schwerefelds. So zeigen die GRACE-Daten etwa, dass jedes Jahr mehr als 280 Milliarden Tonnen an Wasser aus Grönland ins Meer abließen. Diese Eisschmelze lässt den Meeresspiegel zusätzlich zur thermischen Ausdehnung der Ozeane steigen. Wie sich der Trend fortsetzt, ob sich das Schmelzen verlangsamt oder beschleunigt, das werden erst die kommenden Jahre zeigen. „Wir sehen auf jeden Fall, dass wir die Datenreihen wie erhofft fortsetzen können“, sagt der leitende Wissenschaftler Frank Flechtner vom GFZ. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)